Wohnungen statt Wald
Geplantes Wohnsiedlungsprojekt sorgt unter Zeltweger Anrainern für zwiespältige Gefühle. Die einen freuen sich, die anderen sind empört.

Foto © APA
Im Jahr 1936 wurde von der britischen Besatzungsmacht eine kleine Siedlung im so genannten Linderwald in Zeltweg errichtet. Vor vier Jahren wurde der vier Hektar große Grund vom Bund an die DRF Beteiligungs GmbH verkauft. Diese Badener Gesellschaft möchte nun eine Wohnsiedlung bauen.
"Der ganze Wald soll gerodet werden. Ich bin schockiert darüber", empört sich eine Anrainerin, die anonym bleiben möchte. "Ich und mein Mann wohnen seit vielen Jahren hier und werden jetzt höchstwahrscheinlich wegziehen."
Weniger dramatisch.
Andere Bewohner des Linderwaldes sehen die Situation nicht so dramatisch. Anrainerin Heidemarie Kreuzer erklärt: "Zuerst war ich schockiert. Aber dann wurde uns versprochen, dass wir in eine neue Wohnung zu den gleichen Mietkosten ziehen können. Ein Glück, denn unsere Häuser sind desolat und feucht", so die Zeltwegerin.
200 Einheiten.
Michael Leimer von DRF erklärt das Projekt: "Wir werden rund 200 Wohneinheiten errichten. Doch für den Bau fehlt uns noch die Rechtswirksamkeit des Flächenwidmungsplanes".
Der Zeltweger Bürgermeister Kurt Leitner meint dazu: "Das Projekt ist eine tolle Sache. Derzeit hängt es von der Bebauungsrichtlinie ab, ob es zu Stande kommt".
Rodung und Bau sind voraussichtlich fürs Jahr 2009 geplant.













