Jägerin bedrohte Wanderer
Wanderer berichten von unangenehmer Begegnung mit einer Jägerin am Größing. Vorfall bei Gericht anhängig, Aussage steht gegen Aussage.

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Bei Leuten, die so mit Waffen umgehen und mit einem Gewehr drohen, hat ein Jagdschein nichts verloren." Hermann Schlacher, Musikschullehrer aus Judenburg, ist gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Wippel und zwei weiteren Wanderern am Größing äußerst Unangenehmes widerfahren.
Aussage gegen Aussage.
Unterwegs auf einem offiziell ausgewiesenen Wanderweg, wurde die Gruppe laut Schlachers Schilderung von einer jagdlich gekleideten Frau aufgefordert, sich auszuweisen.
Als die Wanderer nicht reagierten, habe die Frau, die sich ebenfalls in Begleitung befunden habe, ihren Hund auf die beiden Männer und Frauen gehetzt und diese unfein beschimpft. Schließlich sei aus einiger Entfernung gar ein Schuss abgefeuert worden. "Wir sind einfach weitergegangen, weil wir merkten, dass die Jägerin aggressiv war", schüttelt Hermann Schlacher verärgert den Kopf. Er zeigte den Vorfall bei der Polizei an, nun ist er als strafrechtlicher Tatbestand beim Bezirksgericht Judenburg anhängig: Verdacht auf gefährliche Drohung. "Es steht Aussage gegen Aussage", erklärt der zuständige Beamte vom Rayon Weißkirchen.
Keine Stellungnahme.
Zu einer Stellungnahme war die beschuldigte Frau, eine Obdacherin, gegenüber der Kleinen Zeitung nicht bereit. "Wenn Schlachers Darstellung stimmt, ist dieses Verhalten abzulehnen und nicht vertretbar", meint hingegen Landesjägermeister Heinz Gach. Er trete jedenfalls dafür ein, Nicht-Jagende nicht aus der Natur auszuschließen.
Um Verständnis werben.
"Wir haben die Aufgabe, Nicht-Jäger über die Bedürfnisse der Wildtiere zu informieren und um Verständnis zu werben. Wichtig sind zeitliche und örtliche Harmonisierung", betont der Landesjägermeister.













