Pornografie-Verdacht: Nach Haftentlassung Kinder fotografiert
33-jähriger, der sich auch in der Steiermark aufgehalten hat, hat unmündige Kinder für angebliches "Filmprojekt" auf Biobauernhof mitgenommen.
Die Ermittlungen liefen seit November 2006. Damals war dem Landeskriminalamt Niederösterreich angezeigt worden, dass sich ein Niederösterreicher als Produzent eines Kinderfilmprojektes ausgegeben und dafür unmündige Kinder über verschiedene Agenturen vermittelt bekommen habe. Mit ihnen soll der heute 33-Jährige dann in mehreren Hotels Aufnahmen gemacht haben - "Aufnahmen hart an der Grenze zur Kinderpornografie" so die Ermittler für Sexualdelikte.
Vorakt. Über Auftrag des Landesgerichts Eisenstadt, das bereits einen Vorakt über Martin Schulz hatte, landete der Mann in U-Haft. Nach sechs Monaten, am 1. August 2007, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt - und er dürfte sein "Filmprojekt" gleich wieder aufgenommen haben. Über eine Linzer Agentur warb er neuerlich kleine Kinder an - darunter eine sechsjährige Grazerin und ein gleichaltriges Mädchen aus der Südsteiermark. "Bei den ersten Aufnahmen in einem Biobauernhof im Bezirk Zwettl waren die Mütter noch mit dabei" so der Ermittlungsleiter. "Am vergangenen Wochenende überließen sie ihm die Kinder dann allein."
Gästehaus. In einem Gästehaus in Pöls übernachtete er mit den Sechsjährigen, gab diese als seine Kinder aus. Zum Glück wurden die kleinen Mädchen nicht missbraucht. Doch die Polizei beschlagnahmte am letzten Wohnsitz des Mannes im Bezirk Judenburg Unterlagen über den "Kinderfilm", sowie seinen Computer und ein Notebook. "Wir werten es derzeit aus." Gefunden wurde außerdem Kleinkinderkleidung. Seit Montag sitzt Schulz wieder in Haft - und die Polizei sucht mögliche weitere Betroffene.












