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Zuletzt aktualisiert: 18.09.2007 um 06:33 Uhr

Plus fünf Cent für die Milchbauern

OM-Vorstand beschloss am Montag plus fünf Cent für die Milchbauern ab Oktober, hofft auf Nachhaltigkeit. IG Milch erfreut über "Perspektiven".

Foto © APA

"Es gibt für Milchbauern wieder Perspektiven - der Weg zum kostendeckenden Preis ist freigegeben", kommentiert IG-Milch-Sprecher Walter Stadlober erfreut die vom Vorstand der Obersteirischen Molkerei (OM) beschlossene Preiserhöhung. Sie sei tatsächlich beachtlich, vor allem angesichts der noch bis vor einem Jahr kursierenden düsteren Prognosen. Freilich für Molkereichef Friedrich Tiroch doch auch "nur" Ergebnis der Entwicklungen, und Ergebnis monatelangen zähen Ringens: Mit plus vier Cent netto ab 1. September sowie plus fünf ab Oktober habe man jedenfalls die Forderungen von 37 bzw. 40 Cent pro Kilogramm erfüllt.

40 Cent angepeilt. "Es ist viel gelungen, aber eine gewaltige Latte, die wir beim Handel erst wieder verdienen müssen", betonte Tiroch am Montag gegenüber der Kleinen Zeitung. Und die zu halten nicht einfach sei, geht es ihm vor allem um die Nachhaltigkeit derartiger Beschlüsse und sieht die Molkerei weiter gefordert. Da zieht er mit den Milchlieferanten an einem Strang, die die 40 Cent langfristig als Jahresdurchschnitt anpeilen.

Konsument muss mitspielen. "Erfreulich" bewertet die OM die derzeitige Situation der Bauern, noch erfreulichere Weihnachten erwartet Walter Stadlober: Die großen Handelsketten hätten durchaus noch Geld für die Landwirte in der Kassa. Immer vorausgesetzt, der Konsument spielt mit: Preiserhöhungen funktionieren eben nur mit kletternden Regalpreisen, da bedürfe es plausibler Erklärungen. "Die Treue zum österreichischen Produkt ist da", ist die IG Milch guter Dinge, weiß aber auch, dass dieses "hohe Gut" gepflegt werden muss.

Milchproduzenten-Organisation. Nicht vom Tisch ist die im Zuge der Preisforderungen angedachte und mit gesammelten Unterschriften untermauerte Bildung einer Milchproduzenten-Organisation: Eine solche müsse aber nicht unbedingt negativ für die OM sein, meint Stadlober - "bei einem guten Preis könnte die Molkerei so sogar mehr Milch zur Verfügung haben".

BETTINA OBERRAINER

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