PaukenschlagMateschitz' Badeparadies Grüne Lagune steht vor dem Aus

Beliebte Badeanlage in St. Lorenzen bei Knittelfeld soll heuer nicht mehr eröffnen. Gemeinde ist darüber wenig erfreut, aber machtlos - Entscheidung liegt angeblich bei Dietrich Mateschitz persönlich.

Die beliebte Freizeitanlage soll heuer ihre Türen nicht mehr öffnen © Sonja Haider-Krätschmer
 

Die Grüne Lagune ist im Murtal bestens bekannt: Nach der Übernahme durch Dietrich Mateschitz im Jahr 2012 entwickelte sich der Badeteich in St. Lorenzen bei Knittelfeld zu einem der beliebtesten Naherholungsgebiete der Region. Neben dem kristallklaren Schottersee wurde ein gepflegtes Bistro mit großer Terrasse errichtet, zahlreiche Sport- und Freizeitangebote, eine moderate Preisgestaltung sowie Veranstaltungen direkt am See lockten vor allem junge Gäste. Damit soll es heuer überraschend vorbei sein: Schon im Herbst wurde die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Pächter Norbert Pichler beendet, die Entscheidung hätten er und das Projekt Spielberg gemeinsam getroffen, so Pichler. „Es ist sehr schade drum.“

Laut Bürgermeister Erwin Hinterdorfer wird nun allerdings seitens des Projekt Spielberg gar nicht mehr nach einem neuen Pächter gesucht. Denn: „Es ist einiges vorgefallen, die vielen Partys und die hohe Polizeipräsenz haben wohl nicht gepasst.“ Auch Pichler bestätigt ein immer wiederkehrendes „Lärmproblem“ und Konflikte mit Anrainern bezüglich der Musik. „Wir als Gemeinde hätten aber noch andere Möglichkeiten. Bei uns haben sich potenzielle neue Pächter gemeldet, die einen sanften Badebetrieb anbieten wollen“, so Hinterdorfer.

"Ist eine Ausrede"

Für den Bürgermeister völlig unverständlich stößt er mit dieser Idee beim Projekt Spielberg aber auf Ablehnung: „Angeblich will Dietrich Mateschitz persönlich nicht weitermachen. Wir haben nicht einmal einen Termin bekommen bei ihm. Das ärgert mich wirklich, es heißt immer, er tut viel für die Bevölkerung, aber dieses beliebte Badeparadies soll jetzt verfallen?“ Der Gemeinde sind jedenfalls die Hände gebunden.

Gegenüber dem Bürgermeister hätten die Eigentümer mit „problematischer Wasserqualität“ argumentiert. Das hält Hinterdorfer aber „für eine Ausrede. Es ist so schade um die Lagune“. Tatsächlich hat eine Untersuchung des Wassers laut der Website der Grünen Lagune die Klassifizierung 1 ergeben, das entspricht Trinkwasserqualität. Das Projekt Spielberg wollte gestern die Zukunft der Grünen Lagune nicht medial kommentieren.

Kommentare (12)

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AWVGB
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Sonderbar, aber sollten wir uns nicht fragen ...

... was Mateschitz mit seiner Einkaufspolitik in der Steiermark vor hat?
Kann es sein, dass da ein großer Zusammenhang mit Wasserrechten besteht?
Kann es sein, dass hier eine Vermarktung von Wasser in großem Sinn geplant ist?
Ein Schelm, der Böses denkt! Aber schon die Geschichte hat uns gezeigt, dass der, der das Wasser hatte auch die Macht hatte ...

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Sam125
5
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Sonderbar, aber sollten wir uns nicht fragen.....

Es wird sicher zu Hinterfragen sein, was Mateschitz mit all deinen Wasserrechten vor hat, doch glaube ich eher, dass er
unser Wasser vor den Ausverkauf anderer Betuchter Milliardäre, die vor allem aus dem Ausland kommen, schützt!!
Es ist nur zu hoffen, dass sein Sohn sich irgenwann einmal, dies auch so sieht!!

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calcit
0
2
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Der Herr Mateschitz macht sicherlich nichts ohne Grund...

...und ohne dass er auf steuerliche oder betriebswirtschaftliche Belange schaut. Es kostet nur einen Fingerschnipper und das alles wird wieder weiterverkauft, versilbert oder belehnt.

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spwolfg
5
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Zuerst alles...

verscherbeln, dann Ansprüche stellen.
Ich kann den Unmut der Anrainer verstehen und Matteschitz lenkt offenbar ein.

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scionescio
17
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Was kümmern ihn die anderen ...

... wenn ich es mir leisten könnte, hätte ich auch gerne meinen privaten Badesee - im Gegensatz zu mir, hat er halt das nötige Kleingeld ... im Gegensatz zu ihm behaupte ich allerdings auch nicht, dass ich der große Wohltäter bin und keine Eigeninteressen habe ...

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SoundofThunder
12
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Irgendwer hat ihm wohl ständig Prügel vor die Füße geworfen

Er hat es nicht nötig sich alles gefallen zu lassen.

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CuiBono
19
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Interessant

wie vollkommen intelligenzbefreit eine erkleckliche Anzahl von Mitbürgern dem Herrn Zuckerwasserdosenproduzenten M. vollkommen ungeniert in den Hintern kriechen.
Als gäb's ohne diesen "Messias" kein Wirtschaften mehr.

Wie geht's denn mit all diesen Wunderwuzziprojekten weiter, wenn der Herr M. am Ende seiner biologischen Erdenszeit angelangt sein wird?
Steht die Steiermark und womöglich ganz Österstan dann still?

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glashaus
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Macht viel..

Mateschitz macht viel für die Region, aber noch viel mehr für sich selbst. Eigennutz steht bei Mateschitz immer im Vordergrund.

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ego57
1
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Die Meisten

schauen aber NUR auf sich selbst!

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Reipsi
4
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Na net

würdest du auch , gut leben natürlich und leben lassen.

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Bowhunter unlimited
12
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Mazeschitz hat

es nicht nötig sich mit querulierenden Anrainern herum zu schlagen. Ein großes Danke gebührt diesen Anrainern!

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silviab
9
82
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Mateschitz

macht viel für die Region, für die Steiermark. Da ist so manche Region neidig! Wurde auch von dem einen oder anderen unverschämt ausgenutzt und beschissen. Wenn er diesen beliebten Badeteich jetzt aufgrund von Lärmproblemen und Konflikten mit den Anrainern nicht mehr der Allgemeinheit zur Verfügung stellen will, ist das sein gutes Recht. Erspart sich viel Ärger damit.
Wenn man (ein kleiner Kreis) sich nicht zu benehmen weiß, muss man (der größere Teil, die Allgemeinheit) mit den Konsequenzen leben - leider! Vielleicht regt das die Problemverursacher mal zum Nachdenken an - wünschenswert wäre es.

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