Kein Job für Funktionäre
Bezirksjugendmanagement Judenburg: VP über Posten-Politik verärgert.

Foto © APAEin offenes Ohr für Jugendliche
Der ÖVP-Abgeordnete Peter Rieser spricht von "roter Schamlosigkeit". Ein "junges, engagiertes Mädchen" sei von SPÖ-Jugendlandesrätin Bettina Vollath diskriminiert worden, behauptet Rieser in einer Aussendung. Er meint damit die Besetzung des Bezirksjugendmanagements Judenburg. Diese vom Land eingesetzten Mitarbeiter sollen Anlaufstelle für Jugendliche sein (siehe Infobox).
Postenschacher.
Grund für Riesers Attacke: Die Fohnsdorferin Nina Kacic war bestgereihte Kandidatin für die Stelle, kam aber nicht zum Zug, weil sie eine Funktion in der Jungen ÖVP bekleidet.
Vollath messe mit zweierlei Maß, kritisiert der Politiker. Denn in Graz Umgebung sei mit Martin Gössl ein "engagierter Roter" und SPÖ-Gemeinderat als Bezirksjugendmanager tätig.
Evaluierung.
Landesrätin Bettina Vollath kündigt gegenüber der Kleinen Zeitung Veränderungen an. "Alle Bezirksjugendmanagements in der Steiermark werden bis Herbst evaluiert, die Tätigkeit ist mit einer politischen Funktion nicht zu vereinbaren." Auch den eigenen Mann in Graz-Nord werde es treffen. Zum Nachdenken gebracht habe sie der Rückzug des ehemaligen Jugendmanagers von Judenburg, Christopher Tafeit von der Jungen ÖVP. "Er sagte, die Tätigkeit eines Jugendmanagers ist mit einer politischen Funktion unvereinbar, und ich finde, er hat Recht", so Vollath. Bis Abschluss der Evaluierung ist die Stelle in Judenburg unbesetzt.
Übrigens: Die abgelehnte Kandidatin Nina Kacic könnte derzeit nicht arbeiten, sie wurde vor kurzem Mutter.
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Fakten
Bezirksjugendmanager sollen Anliegen junger Menschen aufgreifen und Jugendliche motivieren, Projekte und Veranstaltungen umzusetzen.
In Knittelfeld heißt die Jugendmanagerin Sandra Naverschnigg, in Murau macht Matthias Liebenwein den Job. Die Stelle in Judenburg ist unbesetzt.













