Eine Rose weist den Weg
Ora et labora, aber diesmal wirklich: Die Kulturgenießer der styriarte Landpartie in St. Lambrecht pflanzen Bäumchen und putzen Gemüse.

Foto © Oberrainer
Laut Benedikt sind Mönche nur dann Mönche, wenn sie von ihrer Hände Arbeit leben. Und so liegt es wohl nicht so fern, die Gäste selbst Bäumchen pflanzen, Teig kneten und Gemüse putzen zu lassen: Wer diesmal aufbricht zur styriarte Landpartie - und rund 300 bis 400 Kulturgenießer werden dies tun - bekommt das Motto "Ora et labora" hautnah kredenzt. Und lässt sich Musik und Speisen vielleicht noch intensiver auf der Zunge zergehen.
Herausforderung.
Acht Frau und Mann hoch ist der harte Kern des Vorbereitungsteams, für das nicht zuletzt die Logistik (Spielstätten, Liturgie, Verpflegung) eine Herausforderung darstellt. "An allen Orten sind wir derzeit im Einsatz", schnaufte Pater Gerwig Romirer am Mittwoch. Man richtet schließlich nicht alle Tage eine 80 Meter lange Tafel für ein abendliches Mahl im Stiftsgarten.
Pforten geöffnet.
Weiters öffnen von der Kirche über Kreuzgang, Prälatensaal und Landschaftszimmer allerlei Räumlichkeiten der Kunst ihre Pforten - in Letzterem etwa erzählt Autor Thomas Höft "die berührendste Liebesgeschichte des klösterlichen Mittelalters".
Leitfaden.
Rose, Lilie, Wiese und Ähre sind farbiger Leitfaden für die in vier Gruppen geteilte Gästeschar, die in Zimmern des Stifts wie auf "Notliegen" in den Gängen nächtigen wird - und um 5 Uhr zur Morgenwanderung zu einem Hof über St. Lambrecht aufbricht. Pater Gerwig: "Darauf freuen wir uns sehr, dort sieht man früh die Sonne aufgehen." Alphorn und Trommel werden sie begleiten, und vor dem Weg zurück gibt es natürlich ein Almfrühstück.











