Burgstaller übergab LH-Vorsitz "mit Volldampf" an Voves
Im Murtalbahn-Dampfzug übernahm am Donnerstag Franz Voves den LH-Vorsitz von Gabi Burgstaller - die eine unliebsame Überraschung erlebte.

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Die polnische Steinkohle im Ofen der 101 Jahre alten Lok glüht. Es ist 9.09 Uhr, Lokführer Walter Schimek fährt vom Bahnhof Tamsweg ab.
Er hat prominente menschliche Fracht an Bord: Die Landeshauptleute von Salzburg und Steiermark, Gabi Burgstaller und Franz Voves. Dazu gut 120 Schüler aus den Gymnasien Graz-Klusemannstraße, Murau und Salzburg-Zaunergasse sowie aus der HAK Tamsweg.
Übergabe.
Zweck der Reise, die auf der schmalspurigen Murtalbahn nach Murau führt: Burgstaller übergibt den Vorsitz der Landeshauptleutekonferenz an ihren SPÖ-Parteifreund und Amtskollegen und das ein paar Tage zu früh: "Nächste Woche geht es nicht, da bin ich wegen der Olympiabewerbung in Guatemala", erzählt sie, während Rauch und Ruß in den Waggon wehen.
Jugend und Politik.
Aber Feinstaub ist nicht das Thema, vielmehr soll das Treffen im Zeichen von Jugend und Politik stehen. Deshalb haben sich die Schüler im Unterricht Gedanken über Wählen ab 16, Gesamtschule und mehr gemacht - Themen, die später im Borg Murau diskutiert werden.
Nette Fotos.
Zuvor will die Presse mit netten Fotomotiven bedient sein, so hält der Zug an der Landesgrenze. Burgstaller übergibt an Voves einen historischen Befehlsstab, wie ihn Fahrdienstleiter verwendeten: "Damit du die Weichen richtig stellst." Voves bedankt sich für die "ganz liebe Idee" und revanchiert sich mit einem Strauß weißer Rosen. Später im Zug schaut ein Fotograf seine Bilder durch und schmunzelt: "Wie ein Hochzeitspaar, diese beiden." Die Murtalbahn zuckelt weiter, die Landeshauptleute politisieren mit Schülern, während Felix Fabian vom Gymnasium Klusemannstraße andere Sorgen hat: "Morgen hab' ich Prüfung zwischen vier und fünf", seufzt er mit dem Physikbuch in der Hand.
Diskussion.
Es ist 10.50 Uhr, der Zug dampft im Bahnhof Murau ein, wo ein Salutschuss der Bürgergarde die Landeshauptfrau zusammenzucken lässt. "Das schmerzt jetzt noch", greift sie sich eine Viertelstunde später an die Ohren, um dann bei der Diskussion im Borg wie Franz Voves doch wieder ganz Ohr für die Schüler zu sein.














