Alfred Dorfer in Judenburg
Alfred Dorfer ging in Judenburg fremd und verklickerte, wo des Älplers geistige Heimat ist.

Foto © ORF/ Dorfers Donnerstalk
"Wer einmal im Kreis gegangen ist, sieht den Anfang von hinten", sagt der Paal. "Oder sogar den Schluss von vorn", sagt der Dorfer. Wie auch immer: Am Schluss war das "Spielen keiner Zugabe", am Anfang ein Schwall Gunkel'scher Hirnarabesken, die den Abend immer wieder mit dem etwas anderen Tiefgang würzten.
Kabarett.
Und wem dazwischen alles "fremd" vorkam, der war richtig: Alfred Dorfer fetzte sein unter eben diesem Titel laufendes Kabarett, einem schnell geschnittenem Spot gleich, jüngst in das volle Veranstaltungszentrum. Und entlarvte nebenbei einige Fohnsdorfer, die offenbar "ein Visum gekriegt haben". Mit auf der Bühne natürlich die Combo: Paal, Scherpe, Herrmann. Von der Oper bis zum Wienerlied wird jede Plattenrille angeritzt.
Belebende Darbietung.
Alfred Dorfer, die Darbietung nicht zuletzt durch seine schauspielerische Gabe belebend und mitunter die Gürtellinie nach unten verlassend, trägt thematisch dick auf. Von der deutschen Wiedervereinigung, die in Österreichs Schihütten stattfindet, wo ostdeutsche Kellner westdeutsche Urlauber bedienen. Über die Eurofighter-Gegengeschäfte, bei denen heiße Luft gegen nix über den Ladentisch geht. Bis zur Überflussgesellschaft, die jeden Tag ein Schnitzel isst und nicht mehr weiß, wann Sonntag ist.
Geistige Heimat.
Und wer "ungefähr" wusste, wie ihm geschah, hatte als Österreicher seine geistige Heimat gefunden.














