Knittelfelder Spitzenbeamter im Visier von Landesprüfern
Stadtamtsdirektor hat Dienstklasse wie ein Sektionschef im Ministerium. Umso mehr sind Prüfer "überrascht" über arge Mängel in der Verwaltung.

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Versäumnisse in der Knittelfelder Stadtverwaltung zeigt ein Prüfbericht der Aufsichtsbehörde des Landes auf. Details, die auch Stadtamtsdirektor Rudolf Holzer betreffen, wurden jüngst im Gemeinderat vertraulich behandelt, liegen aber nun der Kleinen Zeitung vor.
Viele Mängel. Die Prüfer zeigen auf, dass Bescheide mangelhaft erlassen, Verordnungen nicht der geltenden Rechtslage angepasst und Gesetze mangelhaft vollzogen wurden. Kurios: Dass er Geschäftsführer einer Stadtgemeinde Knittelfeld KEG sei, habe der Beamte nicht einmal gewusst. Die Prüfer über Holzer: "Wir sind überrascht, dass es im Knittelfelder Stadtamt unter der Leitung eines Beamten der höchsten Dienstklasse 9 (wie ein Sektionschef im Ministerium) zu den aufgezeigten Mängeln gekommen ist." Mit juristischer Sorgfalt wäre das vermeidbar gewesen. Solche Mängel gäbe es nicht einmal in Gemeinden ohne Juristen.
Heiße Diskussionen. Dass Holzer im Jahr 2000 per Gemeinderatsbeschluss in die exklusive Dienstklasse 9 gehievt wurde, sorgte für heiße Diskussionen. Der Beamte sitzt auch in der umstrittenen Sparkassenstiftung. Die Prüfbeamten stellen fest, dass Holzer ein provisorisches Dienstverhältnis hat, weil ihm eine Dienstprüfung fehlt. Er wäre "mit Letztem des Monats kündbar". Holzer war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.












