Straßenstreit ist ein Fall für Höchstrichter
Kurios: Altbürgermeister von Schöder gibt ein Meter breites Straßenstück für Sanierung der Landesstraße 501 nicht her. Nun ist Verwaltungsgerichtshof am Zug.

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Den Bauarbeitern wird es relativ egal sein, was sich da hinter den Kulissen abspielt. Sie werkeln seit kurzem an der Sanierung der Landesstraße 501 zwischen Schöder und dem Ortsteil Baierdorf. Im Hintergrund tobt ein kurioser Rechtsstreit. Es geht um einen nur einen Meter breiten und rund 200 Meter langen Grundstreifen, der Altbürgermeister Josef Duscher gehört. Er will diesen für den Straßenbau notwendigen Grund nicht verkaufen.
Verwaltungsgerichtshof. Einen Enteignungsbescheid hat er beeinsprucht, nun liegt die Angelegenheit beim Verwaltungsgerichtshof in Wien. Damit hat Duscher wahr gemacht, was er bereits vor einem Jahr gegenüber der Kleinen Zeitung angekündigt hat: "Ich stimme einem Grundverkauf sicher nicht zu." Als Grund gibt Duscher an, dass eine andere Trassierung besser gewesen wäre.
Politische Hintergründe? So mancher Beobachter der politischen Szene in Schöder glaubt jedoch an politische Hintergründe. Josef Duscher war ÖVP-Bürgermeister und wurde bei der Wahl 2005 von Alois Gruber von der Liste "Schöder aktiv" abgelöst. Die beiden lieferten sich zuvor über Jahre harte politische Gefechte. In Schöder hält sich seit langem das Gerücht, Duscher wolle Gruber den Erfolg eines Straßenausbaues nicht gönnen und verkaufe deswegen nicht. Was der Altbürgermeister jedoch bestreitet. Ihm gehe es lediglich um die Sache.
Verkehrssicherheit gewährleisten. Der amtierende Bürgermeister Alois Gruber ist zurückhaltend: "Mir geht es nur darum, dass die desolate Straße saniert und die Verkehrssicherheit gewährleistet wird." Und was, wenn Josef Duscher beim Höchstgericht Recht bekommt? "Dann ist der Ausbau eben bei Herrn Duschers Grund zu Ende", so Andreas Braun von der Baubezirksleitung.












