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Bahnunfall

Zum persönlichen Leid kommt Millionenschaden

Bahnkreuzung in St. Georgen ob Judenburg bleibt noch für einige Tage gesperrt. Der Grund dafür sind schwere Schäden an den Infrastruktureinrichtungen wie Lichtsignalen und Schranken.

© APA | Sujetbild
 

Die Bahnkreuzung in St. Georgen ob Judenburg, auf der am Dienstagnachmittag der Feuerwehrarzt des Bezirkes schwer verunglückt war, bleibt noch für einige Tage gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr musste eingerichtet werden.

Schwere Schäden

Der Grund dafür sind schwere Schäden an den Infrastruktureinrichtungen wie Lichtsignalen und Schranken. "Die Schäden sind so groß, dass der Gesamtschaden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt wird", berichtet ÖBB-Sprecher Christoph Posch. "Allein an der Lok und den Waggons ist ein Schaden von eineinhalb Millionen entstanden." Geld, das sich die ÖBB beim Unfalllenker bzw. dessen Versicherung holen wollen. "Es gilt das Verursacherprinzip", so Posch, der aber den Ermittlungen der Polizei nicht vorgreifen will.

Wie dramatisch der Zusammenstoß zwischen Pkw und Personenzug wirklich war, zeigt ein Blick in den Unfallbericht der ÖBB: Der Zug - die Waggons 465 Tonnen schwer, die Lok hat noch weitere 86 Tonnen - näherte sich mit 95 km/h dem Bahnübergang. "Wegen einer Baustelle davor gilt dort zurzeit eine 100er-Beschränkung", so Posch.

Dennoch hatte der Lokführer nicht die geringste Chance, den Zug rechtzeitig zu stoppen. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung kam der Personenzug erst 300 Meter nach dem Zusammenstoß zum Stehen. "Der Arzt hat ein Riesenglück gehabt, dass er überlebt hat." Mit schweren Verletzungen liegt der 52-Jährige seither im LKH Judenburg. Auch der Lokführer und ein Fahrgast waren verletzt worden.

Der Pkw des Arztes war bekanntlich zwischen den geschlossenen Schranken gefangen gewesen. Doch diese haben Sollbruchstellen, wie Posch betont. "Sollte man wirklich eingeschlossen werden: Aufs Gas steigen und durch die Schranke fahren", erklärt er. "Aber bitte nur in einem derartigen Fall."

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