Musik, Tanz, Licht: Zum Auftakt fließt Blut
"Seckau Kultur" traut sich heuer noch nicht durchzustarten, vor Ostern lockt aber eine Großproduktion: "Jesus Christ Superstar - Jesus Christ still a Star?", entworfen von den Abteigymnasiasten.

Foto © http://www.seckau-kultur.at/
So richtig mit einem Vollgas-Programm bis Herbst durchstarten traut man sich noch nicht - was weniger am Mangel an spannenden Veranstaltungen als an der finanziellen Situation liegt: gekürzte öffentliche Mittel, die ohnehin nur zehn Prozent des Budgets ausmachen. Seckau Kultur im Jahr eins nach dem 25-Jahr-Jubiläum. Aber zumindest beim Auftakt wird nicht gekleckert und mit einer Großproduktion gestartet, bei der schon einmal ganz aktionistisch Blut (okay, es ist nur rote Farbe) über die Leinwand rinnen darf.
"Jesus Christ Superstar". "Jesus Christ Superstar - Jesus Christ still a Star?" nennt sich die von Schülern des Abteigymnasiums entworfene Performance, die das Musical neu aufbereitet und passend vor Ostern eine "innovative, kritische und respektvolle" Auseinandersetzung mit der Passionsgeschichte bietet.
Schüler auf der Bühne. "Unglaublich, wie sich die Schüler auf der Bühne entwickelt haben", lobt Sportpädagogin Petra Schlapschy-Spitzer, die Projektleiterin. Musik, Tanz, Text, Film, Ton und Licht - fächerübergreifend wurde gearbeitet, gut 70 Mitwirkende wollen am 30. und 31. März zwei Mal den Huldigungssaal der Abtei füllen (jeweils 20 Uhr).
Junge Leute fördern. Aus der 1980 entstandenen Kulturwoche ist also ein Kulturjahr geworden, Josef Vollmann war als Vereinsobmann schon für mehr als 500 Veranstaltungen verantwortlich. "Wir wollen vor allem junge Leute fördern", so der Musik- und Sportpädagoge. Thematisch sei das Kommerz eher abgeneigte Programm auf das Haus abgestimmt, Vokales und große Choraufführungen eine Spezialität.
Infrastruktur. Neun Mal bereits etwa begeisterte "Carmina Burana". Ohne die von der Abtei bereitgestellte Infrastruktur und Hilfe sowie das unentgeltlich arbeitende Team wäre "Seckau Kultur" in dieser Form jedenfalls unmöglich, weiß Vollmann.












