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Zuletzt aktualisiert: 17.10.2012 um 08:46 Uhr

Explosionsursache im Industriebetrieb geklärt

Tragischer Unfall in der Produktionshalle eines Judenburger Industriebetriebes: Zwei Arbeiter wurden bei Explosion schwer verletzt. Feuerwehr konnte sie im letzten Moment bergen. Nun konnte die Ursache geklärt werden

In der Produktionshalle der Firma Wuppermann kam es zur Explosion

Foto © EggerIn der Produktionshalle der Firma Wuppermann kam es zur Explosion

Nach umfangreichen Ermittlungen konnte nun die Ursache der Explosion geklärt werden. Auslöser war eine defekte hydraulische Lüftungssteuerungsklappe in einer Absauganlage. Die Lüftungsklappe war nur zum Teil geöffnet, wodurch es zu Verwirbelungen des angesaugten Alustaubes kam. Dadurch ergab sich ein explosives Gemisch in der Luft, das schließlich durch einen Funken einer Lichtbogenschweißanlage entzündet wurde und zur Explosion führte.Der genaue Sachschaden wird erst in den nächsten Wochen feststehen, dürfte aber nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro betragen.

Unfallhergang

"Bei unserem Eintreffen war die gesamte Halle stark verraucht. Wir haben gleich einen Atemschutztrupp hineingeschickt", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Armin Eder. Denn da hatten die Einsatzkräfte bereits die dramatische Information erhalten: "In der Halle werden noch Arbeiter vermisst." Es war Montag gegen 7.20 Uhr, als in der großen Produktionshalle der Wuppermann Austria GesmbH., eines internationalen Unternehmens zur Erzeugung von verzinkten Rohren, Profilen und Spaltband, zur Explosion gekommen war. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten fünf Mitarbeiter bei der Schicht im Bereich der Maschine, die plötzlich explodierte.

Drei konnten sich noch selbst ins Freie retten, für zwei war es jedoch zu spät. "Einer lag im Bereich des Tores auf dem Boden", schildert Eder. Der Mann hatte Beinbrüche und Brandwunden erlitten. Sein ebenfalls verletzter Kollege konnte sich mithilfe der Feuerwehrmänner noch selbst ins Freie schleppen. Die beiden Männer sind Obersteirer und 34 bzw. 36 Jahre alt. Sie wurden nach der Erstversorgung durch den Notarzt, wie auch ein weiterer, leicht verletzter Kollege, der sich noch selbst aus der verrauchten Halle hatte retten können, ins LKH Judenburg eingeliefert.

DANIELE MARCHER, KLEINE ZEITUNG DIGITAL

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