"Ich fühle mich oft wie ein altes Auto"
Rene Mitteregger über den FC Zeltweg, die "Pension" und den Familienurlaub in der Türkei.
FUSSBALL. Der Fußball-Ruhestand muss noch auf ihn warten: Rene Mitteregger wollte nach dem Meistertitel mit Zeltweg und dem Aufstieg in die Landesliga seine Karriere beenden. Nun macht er doch weiter. "Ich wollte mir die Landesliga eigentlich nicht mehr antun", lacht der 35-Jährige. Seine Meinung geändert hat unter anderem seine Familie: "Meine beiden Kinder Maurice und Chiara spielen auch bei Zeltweg."
Körperliche Mängel ("Ich fühle mich oft wie ein altes Auto") versucht er mit viel Routine auszugleichen. Da bei Zeltweg neben ihm nur Jürgen Lew und Josef Wagner bereits Landesligaluft geschnuppert haben, will er mit seiner Erfahrung auftrumpfen. Diese hat er sich in seiner 25-jährigen Karriere zur Genüge angeeignet - sein Können zeigte er unter anderem beim DSV Leoben, Rapid Wien, der Admira und beim FC Gratkorn.
"Die drei Titel, die ich mit der Admira, Gratkorn und letzte Saison mit Zeltweg feiern konnte, gehören zu den schönsten Momenten in meiner Karriere", erzählt Mitteregger. Über das 5:5 gegen Frohnleiten staunt er noch immer: "Allein dafür hat es sich ausgezahlt weiter zu spielen." Beim heutigen Match gegen Gratkorn II will er sein Team nicht als Favorit sehen: "Mir ist die Außenseiterrolle lieber." Als das große Ziel formuliert er den Klassenerhalt. Dabei kann er aber nicht immer helfen: Zwei Spiele versäumt er, weil er mit seiner Familie in der Türkei urlaubt. Zeit genug, die alten Knochen zu pflegen.
RICHARD PURGSTALLER
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