Senkrechtstarter hat Lust auf Weltrekorde
Niklas Skardelly ist innerhalb eines Jahres zum österreichischen Rekordschwimmer geworden.
SCHWIMMEN. Als Senkrechtstarter, wie er im Buche steht, gilt Niklas Skardelly. Nach sechs Jahren als Nachwuchsfußballer und einem Kurzgastspiel im Fechtsport freundete sich der Zeltweger, animiert durch seine Schwester Sarah, vor eineinhalb Jahren mit dem Schwimmsport an. Er kam zum Atus Knittelfeld, schwamm und siegte.
"Er trainiert sehr gewissenhaft, hat eine außergewöhnlich reife Einstellung und die vollste Unterstützung durch die Eltern", erzählt Trainer Hubert Fessl.
Diese Tugenden waren für den Zwölfjährigen Voraussetzung, dass er zuletzt von den österreichischen Schülermeisterschaften aus Enns mit zwei Meister- und einem Vizemeistertitel, sowie mit einem neuen österreichischen Schülerrekord (1:08,80 Minuten über 100 m Delfin) abreisen durfte. "Die Freude über die Rekordzeit ist groß. Ich habe gewusst, dass ich es schaffe und hoffe, dass meine Bestzeit jetzt lange hält", sagt Skardelly. Vor allem die Lagen Delfin, Rücken und Kraul scheinen maßgeschneidert.
Skardelly strebt eine internationale Karriere im Becken an und lässt keine Gelegenheit aus, sich in Eigeninitiative Videos von Spitzenschwimmern anzuschauen. So wundert es wenig, dass Skardelly jede Gelegenheit nutzt, um bei den Olympischen Spielen seinem Idol Michael Phelps (USA) genauestens auf Arme und Beine zu schauen: "Ich möchte auch Weltrekorde schwimmen. Ein Sieg mit einer schlechten Zeit bereitet mir wenig Freude." ALFRED TAUCHER
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