Die Aufräumarbeiten dauern noch an
Tag vier nach der großen Flut: In der Hochwasserregion rund um Obdach ist das Telefonfestnetz noch unterbrochen. Bahnstrecke bleibt die nächsten Wochen gesperrt.
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Seit Donnerstag sind 50 Soldaten des Pionierbataillons 1 aus Villach im Katastrophengebiet rund um die Gemeinde Obdach im Murtal angekommen. Sie werden mit schweren Pioniermaschinen vorerst Verklausungen im Kathalbach und Lauslingbach im Gemeindegebiet von Amering säubern. "Im Einsatz sind ein Drehkreuzbagger und ein Zehn-Tonnen-Baggerlader. Die Pioniere werden mindestens eine Woche im Katastrophengebiet bleiben und Schäden beseitigen", berichtet Bundesheersprecher Christian Fiedler. Durch die verheerenden Unwetter wurde die Umwelt in ärgste Mitleidenschaft gezogen. Vielerorts sind Menschen noch ohne Festnetz, wie der ehemalige Landtagsabgeordnete Peter Rieser, der in Obdachegg wohnt, vermeldet. "Die Leute regen sich auf, es ist eine Katastrophe. Das ganze Festnetz liegt lahm. Die Telekom ist total unfähig und lässt uns im Stich", empört er sich.
Messarbeiten
Telekomsprecherin Livia Dandrea-Böhm kann die Situation beruhigen: "Unsere Netzinfrastruktur wurde immer wieder punktuell frei geschwemmt und beschädigt. Wir haben bereits am Donnerstag mit Messarbeiten begonnen." Das Telefonnetz sollte seit gestern Abend wieder funktionieren, jedoch: "Einige Bereiche sind nicht zugänglich, hier werden Kunden vereinzelt noch einige Tage ohne Festnetzanschluss auskommen müssen", so Dandrea-Böhm. Nicht nur das Festnetz liegt brach, in Kathal wurde ein entgleister Zug von der ÖBB noch nicht entfernt. Christoph Posch, ÖBB-Pressesprecher für Steiermark und Kärnten, klärt auf: "Bei den schweren Unwettern wurde der Gleiskörper stark unterspült. Wir können mit einer schweren Bergungsmaschine noch nicht zum Unfallort vordringen."
Sperre
In den nächsten drei bis vier Wochen ist die Bahnstrecke zwischen Zeltweg und Bad. St. Leonhard gesperrt. "Es hat sehr viele Murenabgänge gegeben, wir müssen diese Schäden vorher beseitigen", erklärt Posch. Die Bahnstrecke wird übrigens nur mehr für den Güterverkehr benutzt.
Der Ameringer Bürgermeister Peter Bacher meint zur Lage: "Es sind derzeit 10 bis 15 Bagger in Eppenstein, Amering, Obdach und St. Anna am Lavantegg im Einsatz. Die Feuerwehr war eine große Hilfe", so Bacher. Ein Problem ist derzeit der Staub, der durch die Hitze und den getrockneten Schlamm entstanden ist. "Hier gibt es schon noch viel zu tun. Im Großen und Ganzen haben wir aber die Bäche unter Kontrolle. Sollte ein stärkerer Regen kommen, sind wir gerüstet", so Bacher.














