Schraubende Lokalmatadore
Klaus Bachler fuhr beim DTM-Wochenende im Porsche Junior Cup aufs Stockerl. Auch im Hintergrund werkten Lokalmatadore.
MOTORSPORT. Am Red Bull Ring sind nach dem DTM-Rennwochenende die Aufräumarbeiten voll im Gange. Mit Klaus Bachler (Porsche Junior Cup), der bei seinem Heimrennen auch seinen ersten Stockerlplatz einfuhr, gab es einen erfolgreichen Lokalmatador. Mit Christian Kogler und Jürgen Miedl waren im Hintergrund aber noch zwei Murtaler im Einsatz. Sie arbeiteten für das Lechner-Racing-Team und sorgten als "Schrauber" für wettbewerbsfähige Porsche-Boliden für Ex-Formel-1-Testfahrer Michael Ammermüller und Clemens Schmid.
Kogler wurde als Techniker bereits vor 15 Jahren vom Rennsportvirus befallen und hat kein Problem damit, dass ein Arbeitstag, bei dem jeder Handgriff sitzen muss, oft bis zu 16 Stunden dauert. "Angefangen hat es im Kartsport bei Wolfgang Beer. Walter Penker, Bernhard und Gustl Auinger haben mich auf den Geschmack gebracht und mich gefördert. Vor zehn Jahren habe ich dann meine Arbeit als Buchhalter beendet und bin voll ins Renngeschehen eingestiegen", erzählt Kogler.
Der Cheftechniker aus Feistritz arbeitet neben dem Lechner-Racing-Team auch für das neu gegründete Haribo-Racing-Team, wo er sich um ein Vier-Jahres-Langstrecken-Projekt kümmert. Wochenende für Wochenende ist der 39-Jährige weltweit bei den wichtigsten Langstreckenrennen und beim Porsche Carrera Cup im Einsatz.
"Die Highlights waren bisher die Porsche-Supercup- und Worldcup-Erfolge von Norbert Siedler und Rene Rast im Jahr 2011", erzählt Kogler. Im Winter leistet er in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Porsche Entwicklungsarbeit und ist bei den Tests der neuesten Modelle mit seinem Fachwissen gefragt. Nicht zuletzt aufgrund Koglers Kontakten durfte jetzt auch Miedl Erfahrungen als Mitarbeiter einer Boxencrew sammeln. ALFRED TAUCHER
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