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Zuletzt aktualisiert: 30.05.2012 um 20:16 UhrKommentare

"Nicht lockerlassen"

ÖVP-Trio und die Zukunft der Region: Hermann Hartleb, Peter Rieser und Fritz Grillitsch über die Aichfeld-Stadt, die S 36 und vieles mehr.

Vor rund einem Monat ist Hermann Hartleb in die Fußstapfen von Peter Rieser als Landtagsabgeordneter der ÖVP getreten. Rieser legte wie berichtet Ende März sein Mandat freiwillig nieder: Dieser Tage sprachen die beiden gemeinsam mit dem Nationalratsabgeordneten Fritz Grillitsch im Märchenwald, St. Georgen ob Judenburg, über die Zukunft der Region.

Über Parteiinterna etwa meint Peter Rieser, der seit dem Jahr 1995 Bezirksobmann der ÖVP Judenburg ist: "Ich bin unverdächtig, noch einmal zu kandidieren." Den nächsten Parteitag für den neuen Bezirk Murtal, der spätestens im Frühjahr 2013 stattfinden wird, wolle er "konfliktfrei vorbereiten".

Für Hermann Hartleb ist die Arbeit im Landtag etwas "komplett Neues". Am 11. Juni lädt er zum ersten Sprechtag. Sorgen bereitet dem Bürgermeister von St. Georgen ob Judenburg die demografische Entwicklung in der Region: "Ich habe in den 13 Jahren als Bürgermeister mehr Grabreden gehalten als Babypackerln verteilt." Die Region Obersteiermark-West, also die Bezirke Murtal und Murau, habe in den vergangenen zehn Jahren mehr als 6000 Menschen verloren. Hartleb will auf eine Reformpartnerschaft auch auf regionaler Ebene setzen: "Wenn es einen Schulterschluss gibt, können wir auch etwas schaffen."

Über die Gemeindezusammenlegungen meint der Neoabgeordnete: "Ja zur Reform, aber bitte mit Gespür und Gefühl." So würde er eine Zusammenlegung von St. Georgen mit St. Peter und Unzmarkt nur begrüßen, wenn die Fakten dafürsprechen.

Für eine Aichfeld-Stadt - also eine Einheit von Judenburg bis Knittelfeld - spricht sich Fritz Grillitsch aus. "Wir hätten damit die Möglichkeit, die zweitgrößte Stadt der Steiermark zu werden." Was die S 36 angeht, meint er: "Seit 2002 setzte ich mich massiv für den Ausbau ein. Und ich verspreche, nicht locker zu lassen." Er will auch die Infrastrukturministerin Doris Bures einladen: "Damit sie die Situation kennenlernt."

MICHAELA FRÖHLICH

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