Unterschriften für Stolzalpe übergeben
Eine Delegation aus Murau übergab Paket von Unterschriften an Spitalslandesrätin. An Schließung der Internen ändert das nichts.

Foto © PrivatÜbergaben die Unterschriften an Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder (Mitte): Die Bürgermeister Herbert Grießer (Mühlen), Johann Gruber (Teufenbach), Johann Fritz (Ranten), Günther Bischof (Oberwölz), Wolfgang Hager (Stolzalpe) und Thomas Kalcher (Murau, von links)
Exakt 25.328 Unterschriften kamen für den Erhalt der internen Abteilung am LKH Stolzalpe zusammen. Den Packen Zettel übergab eine Delegation unter der Führung von Bezirksbürgermeister Johann Gruber aus Teufenbach vor Kurzem an Spitalslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder. Sie ist an solche Übergaben gewohnt, waren doch in den vergangenen Wochen zahlreiche Delegationen aus der ganzen Steiermark bei ihr - mit einem Erfolg heimgegangen ist freilich niemand.
Anders ist es auch im Fall Stolzalpe nicht, sind die Sparpläne doch längst von der Gesundheitsplattform abgesegnet, auch das Budget ist verabschiedet.
"In Wahrheit war es eine ziemlich sinnlose Sache", sagt Wolfgang Hager, SPÖ-Bürgermeister von Stolzalpe. Er befürchtet vielmehr, dass in Folge der Schließung der Internen auch der geplante Neubau einer Küche abgesagt und die Krankenpflegeschule geschlossen wird. "So weh mir das tut, aber ich bin sehr pessimistisch, was die Zukunft unseres Spitals betrifft", seufzt Hager.
Kein Department
Bürgermeister Johann Gruber berichtet vom Treffen mit der Landesrätin, dass zwölf Zusatzbetten für Remobilisation und Nachsorge fix seien, gleichzeitig aber auch die Reduktion von 180 auf 160 Orthopädie-Betten.
Schlecht schaut es auch mit einem geforderten Department mit internen Betten aus. Die Lösung wird wohl so aussehen, dass es künftig keine internen Betten gibt und einige Internisten der orthopädischen Abteilung zugeteilt werden.
Besuch im Bezirk
Angesprochen wurde bei dem Besuch in Graz die mangelnde Kommunikation der Landesrätin mit Anstaltsleitung und Belegschaft des Krankenhauses sowie politischen Vertretern des Bezirkes. Edlinger-Ploder gelobte Besserung; sie will in den nächsten Wochen in den Bezirk kommen und dort bei einer Bürgermeisterkonferenz Rede und Antwort stehen.
Wie viele Arbeitsplätze die Stolzalpe verliert, steht noch nicht fest. Edlinger-Ploder spricht von rund 100, auf der Stolzalpe geht man von 200 aus. Die Umsetzung soll in den nächsten drei Jahren erfolgen. Patienten aus dem Bezirk Murau, die auf eine Interne müssen, haben dann keine andere Wahl, als in die Krankenhäuser Knittelfeld, Tamsweg, Friesach oder St. Veit auszuweichen.







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