Plattform für die Stolzalpe
Unterschriftenaktion gestartet. Abgeordnete setzen auf Sachlichkeit.
Rettet die Stolzalpe" - so nennt sich eine überparteiliche Plattform, die sich am Wochenende für den Erhalt der internen Abteilung gegründet hat. Erste Maßnahme ist eine Unterschriftenaktion. Sie wurde gestern ab 9 Uhr verbreitet, vier Stunden später gab es bereits mehrere hundert Unterschriften.
Der Plattform gehört auch ÖVP-Abgeordnete Manuela Khom an. Wir haben sie gefragt, ob das als offener Protest gegen ihre Parteikollegin Kristina Edlinger-Ploder zu verstehen ist, die als Spitalslandesrätin die Abschaffung der Internen plant. Khom: "Offener Protest nicht, aber ich möchte auf sachlicher Ebene aufzeigen, dass ich mir eine orthopädische Abteilung ohne Internisten und interne Betten nicht vorstellen kann." Es müsse jedem, der logisch überlegt, klar sein, dass eine Orthopädie alleine nicht funktionieren könne. Eine Emotionalisierung der Debatte finde sie nicht gut.
Sinnhaftigkeit
Auf Sachlichkeit setzen will auch ihr Kollege Max Lercher von der SPÖ, der bei der Gründung der Plattform aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte.
Max Lercher: "Ich unterstütze diese Plattform natürlich. Ich möchte, dass die Interne evaluiert wird, so dass die Sinnhaftigkeit dieser Abteilung für alle sichtbar wird." Dabei müssten auch bereits getätigte Investitionen und die wirtschaftliche Situation berücksichtigt werden: "Die Stolzalpe ist mit Abstand größter Arbeitgeber im Bezirk." Zu einer Reduktion der Betten auf der Orthopädie dürfe es auf keinen Fall kommen.
Sprecher der neu gegründeten Plattform sind die Betriebsräte Johann Fussi und Karl Stelzl sowie Wolfgang Hager als Standortbürgermeister.
Herbert Grießer aus Mühlen sitzt für alle SPÖ-Bürgermeister in der Plattform, Johann Gruber aus Teufenbach für alle ÖVP-Bürgermeister und Schöders Bürgermeister Alois Gruber als Namenslisten-Vertreter. Auch Gewerkschaft und Wirtschaftskammer sind in der Plattform vertreten.








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