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Zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 um 12:16 UhrKommentare

Spitäler: Ökoenergie soll auf ein Drittel steigen

Die steirische Krankenanstaltengesellschaft KAGes, die in ihren Einrichtungen landesweit etwa 271 Millione Kilowattstunden (kWh) verbraucht, will ihren Energiebedarf bis 2020 deutlich reduzieren.

Foto © Helmut Weichselbraun/Sujet

Insgesamt sollen die Landesspitäler den Verbrauch bis dahin um 16 Prozent senken, zusätzlich soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieaufkommen von bisher 25 auf 34 Prozent gesteigert werden, kündigte Vorstandsdirektor Ernst Fartek am Donnerstag im Pressegespräch an.

Energieintensiv

Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung und die Vielzahl an Geräten für die Patientenbetreuung machen Krankenhäuser zu energieintensiven Unternehmen. Die Spitäler der steirischen KAGes verbrauchen beispielsweise zusammen 271 Mio. KWH jährlich. Daraus resultiert letztlich ein energiebedingter CO2-Ausstoß von 56.400 Tonnen pro Jahr, zusätzlich fallen 1.800 Tonnen ebenfalls klimarelevantes Lachgas (N2O)an, das durch die Verwendung von Narkosegas frei wird.

Das Ziel der KAGes ist es, den Energieverbrauch auf 220 Millionen kWh bzw. um 16 Prozent zu senken, der CO2-Ausstoß soll auf 47.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Der Bogen der Maßnahmen an den jeweiligen Standorten reiche von Nutzerprojekten zum Energiesparen (richtiges Lüften, Stand-By-Management) über Maßnahmen im Gebäudebetrieb bis zur Installation von etwa Warmwasser-Solaranlagen in dafür geeigneten Spitälern. Ausgebaut wird auch die Nutzung alternativer Energieformen wie z.B. Wärmegewinnung aus Biomasse-Heizwerken in Bad Radkersburg und auf der Stolzalpe oder der Betrieb von innovativen Kältezentralen (LKH Hartberg).

Daneben will man energieeffiziente Gesamtplanungen bei neuen Gebäuden groß schreiben. Dabei soll auch die geothermische Energienutzung aus Erdwärme eine Rolle spielen. Für die zukünftigen Bauvorhaben komme eine neue Richtlinie für klimafreundliches Bauen zum Einsatz, die auch das Verbot von Lösungsmitteln, Formaldehyd und klimaschädlichen Kohlenwasserstoffen umfasst, hieß es.


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