Die Sonnenkönigin droben am Berg
Am meisten Sonnenstunden: Stolzalpe strahlt als steirischer Spitzenreiter aus dem Klimaatlas. Ortschef Hager möchte die energetische Nutzung forcieren.
Immer braun gebrannt, diese Patienten vom LKH Stolzalpe. Erholen sich auf Balkonen, die die Sonne höchst spendabel mit ihren Strahlen beschenkt: Mit 45,6 Prozent Scheindauer laut brandaktuellem Klimaatlas ist die 1250 Meter hoch gelegene Gemeinde, die die Sonne in ihrem Wappen trägt, steirischer Spitzenreiter. Und Fremde sind immer wieder "verwirrt und überrascht", dass das von weitem sichtbare Spital - einst Landessonnenheilstätte - kein Hotel ist, wie Melanie Koch vom Tourismusbüro Murau schildert.
Erneuerbar
"Für uns eine erfreuliche Situation", aalt sich Bürgermeister Wolfgang Hager im wärmenden Licht. Wobei er keineswegs gleich Urlaubspläne schmiedet - kein Wunder, genoss er dieser Tage noch einen solchen -, sondern die Karte erneuerbare Energie spielt: "Daran denke ich als erstes, wenn ich das höre, und es ist ein Anlass, nachzudenken, wie man das energetisch weiter nutzen kann." Sonnenkollektoren, Photovoltaik - Ansätze gebe es, eine private Anlage ist in Betrieb, welche die Gemeinde, finanziell eher bescheiden unterwegs, mit 4000 Euro unterstützte.
Ebenso beschloss der Gemeinderat die Förderung weiterer Initiativen. Welche sich Wolfgang Hager seitens Land und Kages verstärkt wünschen würde: "Der Sonnenhang in unmittelbarer LKH-Nähe etwa wäre ideal."
Die Touristiker haben keine spezielle Vermarktung von Sonnenplätzen im Ärmel. Bloß ein acht Kilometer langer Wanderweg auf der Sonnseite der Stolz-alpe ist ein Tribut an den Hitzeplaneten. Melanie Koch: "Bei uns ist es überall schön, wo die Sonne scheint." Ihr selbst, einem "absoluten Sonnenkind", etwa auf die Nase an ihrem Arbeitsplatz in Murau: "Da ist es beim Job gleich viel lustiger!"








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