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    Zuletzt aktualisiert: 11.04.2012 um 20:17 UhrKommentare

    Vom Schnupfen geplagt

    Ausbau S 36: Sozialpartnerschaftlich geballter Aufschrei gestern in der Wirtschaftskammer Murtal.

    Als "vereinte Front aller Couleurs, die nicht müde wird zu schreien" präsentierten sich Funktionäre der Wirtschaft, der Bauern, Gewerkschafter und Bürgermeister gestern in Judenburg

    Foto © BETTINA OBERRAINERAls "vereinte Front aller Couleurs, die nicht müde wird zu schreien" präsentierten sich Funktionäre der Wirtschaft, der Bauern, Gewerkschafter und Bürgermeister gestern in Judenburg

    Judenburg - Rathaus Graz, laut Routenplaner 59 Minuten Fahrzeit für 89 Kilometer. Judenburg - Raffaltplatz Murau, 49 Minuten für 46 Kilometer. Ein Desaster, sagen Wirtschaft, Industrie, Bauern. Ein Animationsfilm zeigt, wie zügig sich eine ausgebaute Straße Richtung St. Georgen ob Judenburg bewältigen ließe. AC/DC intonieren dazu "Highway to Hell". Ein Schelm, wer Übles denkt? Für die gestern in der Wirtschaftskammer Murtal versammelten federführenden Funktionäre sind die Ausbaupläne der S 36 verebbt wie Gitarrenriffs. Und mit ihnen die Millionen, die unzählige Planungen verschlungen haben.

    Obmann Bernhard Hammer, echt und im übertragenen Sinn verschnupft, fühlt sich von der Politik verlassen: "Würden wir Wirtschaftstreibende so wirtschaften wie die Politiker mit ihrer Versprechenspolitik, wir würden vor dem Strafrichter stehen." Jüngste Ausführungen der Asfinag beziehungsweise des Verkehrsministeriums hatten den Unmut wieder entfacht. Ein Anruf genügte, und von den schwarzen Bürgermeistern bis zu den roten Gewerkschaftern saßen alle Gewehr bei Fuß, um erneut zu fordern: Ausbau der S 36 bis Scheifling, Anbindung Richtung Murau inklusive. Die Argumente sind bekannt, reichen von der vernachlässigten Struktur über Unfallstatistik und Abwanderung bis zu Pendlerdasein und dem Festhalten an "Prestigeprojekten", siehe Koralmtunnel.

    Fachverbandsobmann Gunther Riedelsperger erwähnt den Grazer Südgürtel: Hier spielt mit einem Investitionsvolumen von 170 bis 200 Millionen Euro Geld offenbar keine Rolle. Er will gleichmäßige Investitionen und ein koordiniertes Bauprogramm.

    "Gerade für unsere Region mit unseren flexiblen Arbeitnehmern muss es einen Investitionsschub geben", unterstreicht AK-Vizepräsident Erwin Stöller, gefolgt von Heinz Bartelmuss, Boss von IBS und "Kraft.Das Murtal": "Es gab eineinhalb Jahre Wirtschaftskrise, und der Ausbau der Straße verzögert sich um mindestens fünfeinhalb Jahre? Wo geht das Geld hin?"

    Klappe

    St. Peters Bürgermeister Wolfgang Rosenkranz fühlt sich verkehrstechnisch als Hauptbetroffener: "Schnitt, Klappe und zurück zum Anfang?" Dort, im Jahr 2000, sei nämlich die professionellste und verträglichste Variante liegen geblieben. "Wo will man fahren, wenn die ausgearbeitete Variante nicht kommt?" Das war gestern auf Anfrage der Kleinen Zeitung nicht zu erkunden: Die Asfinag reagierte ein wenig überfallen auf den Presseauftritt der Kammer - sie will das aktuelle Projekt in wenigen Tagen in St. Georgen vorstellen.

    "Uns geht es um Arbeitsplätze und Sicherheit", spricht Zellstoff-Pöls-Betriebsrat Johann Kaiser vom Transport von zwei Millionen Festmetern Holz jährlich. Alko-Boss Klaus Rainer von der Industriellenvereinigung zieht Boxhandschuhe an: "Gehen wir nicht ins Kämpferische, wird sich nichts verbessern!" Aber laut Schreien, das Verfassen der tausendsten Petition und Straßenblockaden fielen doch bisher ebenso unter verebbende Gitarrenriffs? "Uns fallen schon Druckmittel ein, die wir jetzt aber nicht öffentlich kundtun", versichert Heinz Bartelmuss.

    BETTINA OBERRAINER

    FAKTEN

    Gestern dabei: Bernhard Hammer, Hans-Peter Wimmer, Peter Scheriau, Anton Schwaiger, Michael Gassner (Wirtschaftskammer), Heinz Bartelmuss (Kraft. Das Murtal), Klaus Rainer (Industriellenvereinigung), Thomas Wirnsberger, Siegfried Mayer (Landwirtschaftskammer), Gewerkschafter Johann Kaiser, Erwin Stöller (Arbeiterkammer), Gunther Riedelsperger (Fachverband), Hermann Hartleb, Wolfgang Rosenkranz, Ewald Wallner (Bürgermeister).

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