Schi-Tageskarten: Gipfel liegt nun bei 43 Euro
Dachsteingletscher startete in die neue Saison. Liftpreise steigen im Schnitt um drei Prozent. Die Gründe für die "Anpassung" sind vielfältig: Die Energiekosten sind gestiegen, und es gab es kollektivvertragliche Lohnerhöhungen.

Foto © DACHSTEIN Ein Meter Neuschnee: Am Dachstein hat jetzt der Winterbetrieb begonnen. Auch Langläufer sind willkommen
Der Rhythmus ist den Steirern bestens vertraut. Erst stellen die Wintersportgebiete ihre Investitionen in die Auslage. Stolze 160 Millionen Euro fließen heuer in moderne Lift- und Beschneiungsanlagen. Dann wird am Dachstein der Startschuss für die neue Saison gegeben: Am Dienstag war es soweit, ein Meter Neuschnee wartet auf Schifahrer, Langläufer und Snowboarder. Zuletzt lichtet sich der Nebel um die neuen Tarife: 43 Euro, so lautet der neue Spitzenwert für die Tageskarte (Erwachsene) im so prächtigen Dachstein-Tauern-Gebiet. Auf alle steirischen Schigebiete umgerechnet, beträgt die jüngste Tariferhöhung rund drei Prozent, erzählt Karl Schmidhofer, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Wirtschaftskammer.
Perfekte Pisten
Die Gründe für die "Anpassung" sind vielfältig: "Jeder will perfekte Pisten - und das kosten", spricht Marlene Scheidl die hohen Beschneiungskosten der Planai-Hochwurzen-Bahnen an. Nicht zu vergessen die Um- und Ausbauten in der WM-Region. Ergo haben Schladming, Haus und die Reiteralm ihre Tarife (Tageskarte/Ermäßigte) um einen Euro auf 43 beziehungsweise 34,50 Euro angehoben.
"Die Energiekosten sind gestiegen, außerdem gab es kollektivvertragliche Lohnerhöhungen", begründet Schmidhofer die gestiegenen Liftpreise. Auf "seinem" Kreischberg würde die klassische Tageskarte um einen Euro mehr, also 37 Euro kosten.
Unterdessen zahlt man auf der Riesneralm 36 Euro (plus zwei Euro), im Lachtal 34,50 Euro (plus 1,50 Euro) und auf der Hebalm 28 Euro (plus 50 Cent). Freilich werden überall unterschiedlichste Tarif- und Ermäßigungsvarianten angeboten.
Und wann wird es wieder richtig Winter? "Große Neuschneemengen sind nicht in Sicht", sagt Meteorologe Christian Pehsl (Zamg). Kaltfronten, die etwas Schneefall bringen, wechseln sich mit Hochdruckgebieten (Schönwetter) ab.
Features
FAKTEN
Höhere Personalkosten: Von den Mitarbeitern am Ticketschalter bis zu den Teams der Pistenpräparierung: "Das ist ein personalintensiver Bereich, knapp ein Drittel des Tageskartenpreises ist auf Personalkosten zurückzuführen", erläutert Karl Schmidhofer (Wirtschaftskammer).
Betriebskosten steigen: Die Energiepreise sind auch heuer gestiegen, was sich erneut auf die Tarife der Bergbahnen auswirkt.
Hohe Investitionen: Die Steirer haben wieder kräftig in Beschneiungs- und Liftanlagen investiert.
Sinkende Erträge: Der Aufwand der Schiorte wird immer größer.








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