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    Zuletzt aktualisiert: 01.02.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Das Ironman-Fieber des Markus Mlinar

    Der Schöderer setzt auf knüppelhartes Training und eisernen Willen. Der Erfolg gibt ihm recht.

    TRIATHLON. Triathleten sind hart im Nehmen. Wer das nicht glaubt, sollte sich den Trainingsplan eines Profis aus der Nähe ansehen. Vorzugsweise vielleicht eines Athleten, der auf Ironman-Bewerbe spezialisiert ist.

    Beispielsweise jenen von Markus Mlinar. Tagwache: 5.30 Uhr. Von 7 bis 9 Uhr: Schwimmen. Danach vier bis fünf Stunden Ergometer-Training. Ab 16 Uhr eineinhalb bis zweieinhalb Stunden Laufen, 30 Minuten Dehnen und eine Stunde Krafttraining. Mlinar nimmt täglich etwa 10.000 Kalorien zu sich und trinkt durchschnittlich zehn Liter.

    Was das alles bringt? Im Falle von Mlinar Erfolgserlebnisse. Zuletzt beim Ironman 70.3 in Südafrika belegte er Platz zwölf bei den Profis. Der Schöderer war bester Österreicher unter etwa 3000 Teilnehmern. Wo er hin will, ist schnell erklärt: "Unter die Top 50 der Welt, und ich will einen großen Ironman gewinnen."

    2003 hatte er noch bei Tamsweg in der Fußball-Landesliga gespielt, aber gespürt, dass sein Körper "ein Verlangen danach hat, stärker gefordert zu werden", erzählt der 31-Jährige. Jahrelang zog er ein Programm durch, gegen das sich das eingangs erwähnte fast locker liest. Mlinar stand um 2 Uhr morgens auf, um vor seiner Arbeit bei der Firma Rauter zu trainieren, ließ auch nach der Arbeit nicht locker. 2007 kam der Zusammenbruch. "Der Arzt sagte, ich hatte Werte wie ein Todkranker." Es folgten vier Monate Krankenstand, sechs Monate völlig ohne Belastung und täglich bis zu 17 Stunden Schlaf. "Die Firma, meine Freundin und unser Junior standen hinter mir! Sonst hätte ich nicht gewusst, wie ich es schaffen soll", erzählt er.

    Sich von seinem Traum, einem Leben als Profi, zu verabschieden, kam nie infrage. Im Gegenteil: Mlinar suchte einen Top-Trainer, fand ihn in Marcel Diechtler (Ehemann von Kate Allen) und legte wieder los. 2010 wechselte er ins Profilager, nachdem er bei einem Marathon einen Geschäftsführer der Kirchdorfer-Gruppe kennenlernte und die Firma als Sponsor einsprang. Mlinars Saisonbudget beträgt 75.000 Euro, er ist "ständig" auf Sponsorensuche. Entmutigen lässt er sich nicht, aufgeben ist kein Thema. Triathleten sind hart im Nehmen. . . ALOIS LEITENBAUER


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