Auf der Spur der Banden
Monatelang haben sie die Steiermark gemieden. Jetzt sind die moldawischen Einbrecherbanden wieder unterwegs. Nacht für Nacht, auf der Suche nach Bargeld.

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"Frech sind sie und mit allen
Wassern gewaschen", sagt
ein Polizist und meint damit
die moldawischen Einbrecher.
Mehrere Tätergruppen sind seit
Wochen wieder unterwegs in
der Steiermark. Nachdem sie zu
vor unser Bundesland einige
Monate gemieden hatten, schlagen sie wieder zu, Nacht für
Nacht.
Gestohlen. Chefinspektor Peter Far
mer von der Diebstahlsgruppe
des Landeskriminalamtes und
seine Kollegen kennen die
Tricks der Moldawier genau.
"Die Vorgangsweise ist immer
die selbe", sagt er. "Sie stehlen
ein Auto, verüben einen oder
mehrere Einbrüche, lassen den
gestohlenen Wagen stehen, besorgen sich ein anderes Fahr
zeug und sind schon wieder
beim nächsten Tatort. Ganz typisch für moldawische Täter
gruppen." Sie bevorzugen Geschäfte, Firmengebäude und
Vereinslokale und sie suchen
fast ausschließlich nach Bargeld. Auch das sei charakteristisch für die Einbrecher aus
Moldawien.
Illegal.
Die Grenzen sind offen, die
Täter mit falschen Papieren unterwegs. "Die meisten unserer
moldawischen Kunden sprechen Rumänisch. Immer wieder
sind sie sogar im Besitz von echten rumänischen Dokumenten",
erzählt ein Kriminalist. Damit in
den EU-Raum einzureisen, sei
einfach, die Ermittlungen hingegen schwierig nicht nur, weil
viele der Täter illegal in Norditalien leben und von dort aus
ihre Einbruchs-Touren starten.
"Die illegalen Moldawier aus
Norditalien, die bei uns einsickern, sind eine Sache", sagen
die Kriminalisten. "Viele leben
bei uns in Österreich, als Asyl
werber. Und oft steht nicht einmal fest, ob ihre Asylanten-Identitätskarte echt ist, geschweige
die Papiere."
Alias. Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit bestätigt es: Einer
der Montag in Neumarkt festgenommenen Moldawier benutzte
vier Alias-Namen und war im
Besitz von vier dazu passenden
Identitätskarten. Der zweite,
laut seinen eigenen Angaben
erst 16 Jahre alt, trug eine Identitätskarte bei sich. Doch laut diesem Dokument ist er schon 24
Jahre alt.
Was stimmt? "Das wissen wir
noch nicht", sagt Michael Seisser von der Polizeiinspektion
Neumarkt. Dort wurde eigens
eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, der Beamte aus Murau,
Schöder und Neumarkt angehö
ren und die die vielen Einbrüche
im Bezirk aufklären soll.
Übrigens: Die beiden noch
flüchtigen Komplizen der fest
genommenen Moldawier stahlen Dienstagnacht in Perchau einen Pkw und dürften auch für
einen Einbruch in Neumarkt in
Frage kommen.










