Absage und Punkt
Nach erstem Schock wegen Aus für S 36 will SPÖ retten, was zu retten ist: das Bestmögliche für Anrainer, Umwelt, Pendler und Wirtschaft.
Fakt ist: Klare Absage. Punkt." Nach dem ersten Schock wegen der Kehrtwende von Infrastrukturministerin Doris Bures in puncto Straßenausbau S 36 versuchen die regionalen SPÖ-Granden die Causa endgültig aus unwegsamen Gelände zu chauffieren. Und wollen retten, was zu retten ist.
Von einem Neustart sprach Abgeordnete Gabriele Kolar gestern bei einer Pressekonferenz im Gasthaus Salmhofer hart an der Durchzugsstraße: "Nun wollen wir eine gescheite Lösung. Für die Anrainer, die Umwelt, für die Pendler und die Wirtschaft." Kollege Max Lercher, nach seinem fulminanten Wahlerfolg auch durch das Recht der Jugend auf Querschüsse voll in Fahrt, lässt zwar kein gutes Haar an Bures' Vorgangsweise. Doch räumt er ein: "Gehen wir einen ehrlichen Weg oder machen wir politisches Kleingeld?"
Seine Vorstellung des "ehrlichen Weges" wäre nun das Anpacken der bestmöglichen Variante für den Bezirk Murau, eine größtmögliche Rettung des Bauvolumens. Nicht zuletzt im Sinne bevorstehender Großereignisse wie regionale12 und Snowboard-Weltmeisterschaft. Im Klartext: Verbreiterung der Landesstraße, eben der Ausbau von Judenburg nach Scheifling, der Kreisverkehr Scheifling. Max Lercher: "Ich werde vehement jene Bundesanteile für den Bezirk Murau einfordern, die nie eingetroffen sind." Und eines gilt für die SPÖ-Politiker als oberstes Gebot: Die 7,5-Tonnen-Beschränkung muss einzementiert werden.
Gabriele Kolar erinnerte gestern auch an die unsägliche Planung des ursprünglich geplanten Ausbaues mit der Verdreifachung der Kosten von 200 auf 600 Millionen Euro. Für 20 Kilometer Straße, und bis vor Kurzem auch abgesegnet. 70 Millionen stecken bereits drinnen und die Abgeordneten meinen, dass zumindest manch getätigte Investitionen nicht umsonst war.
Grimmige Enttäuschung überkommt Kolar, stets zwiegespalten in Sachen Ausbau, aber doch, einen Schwenk ihrer Parteikollegin betreffend: "Nun gibt die Ministerin zu, dass die S 36/37 doch eine Transitstrecke ist."
In Richtung ÖVP, die heute ihrem Unmut Luft verschaffen will, wird betont: Kein Marschieren gegen die Schwarzen, man hat sich abzufinden mit der Situation und es kann nur das gemeinsame Basteln an einer Lösung geben.








