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Ein Herzwurzler soll Muraus Zukunft vergolden
Das Eröffnungsfest zur Sonderausstellung "Lärche" im Holzmuseum St. Ruprecht ist Auftakt zum Leaderprojekt "Lärche offensiv". Branchenübergreifender Entwicklungsprozess soll in Gang kommen.

Foto © APA
Die Kälte im Holzmuseum würde einem richtig in die Knochen beißen, wäre da nicht dieser Ofen hinter unserem Konferenztisch. Ob gar Lärchenholz drinnen knistert, das unter den Nadelhölzern den höchsten Heizwert hergibt? Nur eine der unglaublichen Eigenschaften einer Pflanze, die heuer im Mittelpunkt der Sonderausstellung in St. Ruprecht steht (wir berichteten). Deswegen wählten die führenden Köpfe von Holzwelt, Museum und Bezirksforstinspektion auch diesen Ort, um gestern das Leaderprojekt "Lärche offensiv" zu präsentieren. Mit 1,5 Millionen Euro, davon knapp die Hälfte Fördergeld, ist der Budgettopf dafür bis 2013 gefüllt. Die aufwändig programmierte Eröffnung der Sonderschau am Samstag ist der Auftakt zum Projekt.
Die Lärche also. Ein Herzwurzler, bestandsstabil und keinen modebedingten Schwankungen unterworfen, landschaftsprägend im lärchenreichsten Bezirk der Steiermark - Murau. "Wir wollen einen branchenübergreifenden Entwicklungsprozess starten, aus dem verschiedene Produkte hervorgehen sollen", erklärt Holzweltchef und Leadermanager Harald Kraxner. Produktinnovation steht an vorderster Front - Wirtschaft, Handwerk sowie Lebens- und Heilmittelbereich sollen im Sinne einer höheren Wertschöpfung mobilisiert werden.
Aber wo ansetzen? In punkto Aufforstung etwa - die Zeit zum Bäumchen setzen ist ja angebrochen - sind die Forstwirte schon dabei, verstärkt Lärchenpflanzen in den Waldboden zu graben. Workshops mit Zimmereien und Tischlereien sind geplant, um marktfähige Produkte zu kreieren. Kraxner: "Da steckt viel Potenzial drinnen." Lärchenseife, Pech und ein Trunk gefällig? Die kosmetische und gesundheitliche Wirkung wird in Kooperation mit Murauer Kräuterpädagogen forciert. Schwerpunktausstellungen zum Thema Wohnen über Design bis zur Energie beherbergt das Holzmuseum in den kommenden Jahren.
"Holz des starken Willens". Die Lärche, "Holz des starken Willens". Ausstellungskoordinatorin Marga Leitner wie Wilfried Schöggl von der Bezirksforstinspektion wüssten einen mehr als dicken Wälzer über ökologische wie ökonomische Vorteile des Baumes, der Fichte und Co. in etlichen Belangen schlägt, zu füllen. Von Erholungs- und Schutzwirkung bis zur Tatsache, dass dieser "Lichtbaum" klimatische Änderungen am ehesten verträgt. Was das Klima im Museum betrifft: Inzwischen hat sich wohlige Wärme ausgebreitet.
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Fakten
Sonderausstellung "Lärche - Larix. Ein Kind der Sonne". Vom Samen bis zum Baum. Holzmuseum St. Ruprecht ob Murau, bis 31. Oktober täglich von 10 bis 16 Uhr, ab Juni von 9 bis 17 Uhr.
Eröffnung am Samstag, 25. April, ab 13 Uhr. Mit handwerklichen und forstlichen Vorführungen, Motorsägen-Schauschneiden, Schätzspiel, Lärchensalbe "sieden", kulinarische Leckerbissen der Bäuerinnen. Musikalische Unterhaltung mit "Brass da la vista".
Information unter Tel. (03534) 22 02, www.holzmuseum.at, www.holzwelt.at



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