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    Zuletzt aktualisiert: 14.04.2011 um 20:18 UhrKommentare

    Eine Bilanz fast so süß wie Milchrahmstrudel

    213 Millionen Euro Umsatz, der beste Milchpreis Österreichs und die Sache mit den Deserteuren: Bilanz der Obersteirischen Molkerei gestern in Knittelfeld.

    Eine Sache rund wie Käse für die Bosse der Obersteirischen Molkerei? Jürgen Gruber, Fritz Gruber, Friedrich Tiroch, Dieter Hölzl

    Foto © OberrainerEine Sache rund wie Käse für die Bosse der Obersteirischen Molkerei? Jürgen Gruber, Fritz Gruber, Friedrich Tiroch, Dieter Hölzl

    Steigende Milchpreise, steigende Umsätze, vielversprechende Geschäftsfelder: Eine Bilanz fast so süß wie Milchrahmstrudel präsentierten gestern in Knittelfeld die Chefs der Obersteirischen Molkerei (OM) in Knittelfeld. Ja, das vergangene Jahr sei, gebettet in eine "positive Entwicklung der Landwirtschaft insgesamt" (Obmann Fritz Gruber), so brisant wie erfolgreich gewesen.

    584 Mitarbeiter des dreibeinigen Unternehmens Molkerei, Landforst und Öforst sorgten für einen Umsatz von 213 Millionen Euro. 80 Millionen Euro Umsatz bilanziert der Milchsektor, die Genossenschaft sieht sich im Stande, ihre Eigentümer, also knapp 1900 Lieferanten, mit dem besten Preis aller österreichischen Molkereien zu beglücken: 38,4 Cent für konventionelle Silomilch. "Melken macht wieder mehr Freude", formuliert Geschäftsführer Friedrich Tiroch. Besondere Freude macht das Melken von Biokühen: 20 Prozent der angelieferten Milch stammt von solchen, dieses Niveau sollte sich halten.

    Abschied

    Aber es gibt ein gallisches Dorf, das seinen Widerstand gegen den sauren Rahm der letzten Jahre im Abschied von der OM gipfeln ließ. 45 Betriebe im Vorjahr, 13 heuer sagten ade, vermarkten ihren weißen Saft nun unter der IG Milch-Tochter "Freie Milch Austria". Nicht zuletzt wegen ihrer Meinung nach allzu strikter wie fragwürdiger Richtlinien des Zurück-zum-Ursprung-Projektes der Handelskette Hofer. 380 Betriebe nehmen derzeit daran teil. Friedrich Tiroch argumentiert im Gespräch mit der Kleinen Zeitung: Ein besonderes Projekt bedürfe besonderer Richtlinien, sonst ist es aus mit unvergleichlich.

    Die Molkerei schloss diese Lieferanten wegen geschäftsschädigenden Verhaltens aus. Laut Tiroch ein üblicher Vorgang, weil den übrigen Mitgliedern ein Kostennachteil entstehe, die Deserteure sich nicht um neue Verhandlungen bemüht hätten. "Wer seine Chancen anderswo besser beurteilt, möge diesen Weg gehen", kommentiert Fritz Gruber den "Luxus, dass zwei Milchautos hintereinander in den gleichen Graben fahren", als eher fraglich. Selbstkritisch will man aber die interne Kommunikation verbessern.

    Zurück zum Milchrahmstrudel: Die Molkerei verlängert bis Ende April ihre Wintermilchprämie, befürchtet in Europa keine Mengenexplosion: "Die meisten liegen unter der Quote." Auch mit einer stärkeren Markttransparenz könne man leben. Die bewegte Strukturlandschaft der Molkereien feiert große Hochzeiten ebenso wie kleinere Kooperationen, in diesen Prozess bindet sich die OM intensiv ein.

    Milchwerk

    Dazu zählt der in Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Molkerei (NÖM) geplante Bau eines Milchwerkes in St. Michael. Allerdings ist ein rentables Werk mit der derzeit verfügbaren Menge von 150 Millionen Kilogramm Milch nicht zu schaffen, die Geschäftsführung errechnet als Untergrenze 200 Millionen Kilogramm. An einer Lösung der Thematik wollen die Milchbosse heuer arbeiten.

    So süß die Bilanz, der Markt bleibt hart, wozu nicht zuletzt die Aktivität der Handelsketten beiträgt. Die Obersteirische Molkerei bietet mit ihrem Kerngeschäft Käse die Stirn, Hauptabnehmer des Bergkäses bleiben Hofer und der große deutsche Bruder Aldi.

    Die Chance auf einen "weiterhin guten Milchpreis" aber lebt: Diese Botschaft soll es jedenfalls heute bei der Generalversammlung für die Bauern geben.


    FAKTEN

    Die Obersteirische Molkerei mit Standort in Knittelfeld verarbeitet heimische Milch zu einer breiten Produktpalette: Zur "weißen Palette" etwa zählen Vollmilch, Schlagobers, Joghurt, Topfen und Butter, unter der "Bio Palette" werden der Bio-Murtaler und der Bio-Bergkäse angeboten. Die "Gelbe Palette" umfasst vom Erzherzog Johann über Bier- und Steirerkäse bis zum Klostergold das Käsesortiment.

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