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Keks-Ahoi: Vanillekipferl sind im Anmarsch
Weihnachten steht vor der Tür und die Murtaler Bäcker sind im Keksfieber. Auch in der Bäckerei Gruber in St. Lorenzen bei Knittelfeld wird eifrig gebacken.
D rei Grubers sind in der Bäckerei Gruber in St. Lorenzen bei Knittelfeld in der Backstube zugegen. Barbara, Elias und Roland Gruber sind aber weder verwandt noch verschwägert. "Reiner Zufall", lacht Roland Gruber, der als Juniorchef für die Backwaren der Konditorei zuständig ist. Das sechsköpfige Team, bestehend aus den drei besagten Grubers, Tanja Feldbaumer, Andrea Papst und Margret Bauer, steht schon seit Stunden - Tagwache ist um 5 Uhr früh - am Backtresen und schlichtet, wiegt und verpackt Keksmischungen, die bald unters hungrige Volk gebracht werden sollen.
Keksmischung
"Die ersten fertigen Kekse und Keksmischungen gibt es bei uns ab Mitte November. Dann produzieren wir pro Woche rund 100 bis 180 Kilogramm Kekse. Es müssen so an die 20 verschiedene Sorten sein, die wir manuell herstellen", erklärt Konditormeister Roland Gruber. Besonders beliebt: der Hauskeks. "Wenn man bedenkt, dass wir in der Saison insgesamt 1000 Kilogramm Kekse backen und 500 Kilogramm Hauskekse und Busserl aller Art, ist das schon überwältigend", schmunzelt Gruber.
Rezept
Die Hauskekse gehen meistens weg wie die warmen Semmeln. Das Rezept tut der Juniorchef bereitwillig kund (siehe rechts). "Es ist eine einfache Mürbteigmischung. Wichtig ist aber, dass wir echte Butter verwenden, sonst schmeckt es nicht so, wie es soll", stellt Roland Gruber fest.
Der Konditor schwört übrigens bei allen Keksen auf regionale Bio-Eier. Vom süßen Vanillekipferl über marmeladige Linzerstangerl bis hin zum Hausfreund-Keks produziert das Konditor-Team der Bäckerei Gruber alles von Hand. "Bei uns wird nichts mit der Maschine gemacht. Wir formen die Kekse manuell. Bis ein Keks fertig ist, geht es vier Mal über die Hand des Bäckers", erklärt Roland Gruber.
Die hausgemachten Kekse a la Gruber sind sehr beliebt. "Wir beliefern viele regionale Kunden und stellen hunderte Keksteller für Firmenfeiern zusammen. Die Bandbreite ist wirklich enorm", so Gruber. Der Familienbetrieb existiert seit dem Jahr 1948 in St. Lorenzen bei Knittelfeld. Die Konditorei wurde jedoch erst in den 1990er Jahren besonders forciert.
Und was ist das Anstrengendste am Backen? "Das frühe Aufstehen. Den jungen Lehrlingen fällt es sicher ein bisschen schwerer. Wir fangen ja doch jeden Tag um 5 Uhr früh an", so Roland Gruber, der täglich bis zu zehn Stunden in der Backstube steht. Die Kekse, die in St. Lorenzen bei Knittelfeld aus dem Backrohr kommen, werden an insgesamt vier Filialen der Bäckerei "Peter und Rudolf Gruber OHG" aufgeteilt. "Wir haben in Fohnsdorf, Knittelfeld, Leoben und Kraubath Geschäftsstellen. Dort kommen unsere Kekse natürlich auch hin", weiß Roland Gruber, der aber nicht nur feinstes Backwerk für die Adventzeit anfertigt. Auch Kletzenbrot und Christstollen werden in St. Lorenzen hergestellt.
Phänomen
"Es ist ein richtiges Phänomen, wie beliebt das Kletzenbrot mittlerweile geworden ist. Unser Kletzenbrot ist bei den Leuten anscheinend besonders beliebt", staunt der Konditor. Selbst beißt Roland Gruber aber nicht gerne in Keks und Co. "Ich muss aber immer wieder kosten. Das war es dann aber auch schon mit meinem jährlichen Kekskonsum", lacht der Bäcker- und Konditormeister schelmisch.




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