Wallfahrt nach Mariazell war eine Familientradition
Eine wechselvolle und innige Beziehung verbindet die Habsburger mit der Basilika Mariazell.
1 / 45
Nicht nur Otto Habsburg und seine Frau Regina persönlich hatten eine enge Beziehung zu Mariazell. Seit Jahrhunderten ist die "Magna Mater Austriae" von besonderer Bedeutung für das Herrschergeschlecht. Karl II., Erzherzog von Innerösterreich, begründete im 16. Jahrhundert die regelmäßige Wallfahrt nach Mariazell als Familientradition.
Die Mitglieder der kaiserlichen Familie stifteten Mariazell wertvolle Geschenke und Spenden. Kaiserin Maria Theresia machte auf ihrer Hochzeitsreise Station in Mariazell, ihr Sohn Josef II. verbot wenige Jahre später alle Wallfahrten, die eine Übernachtung erforderten, untersagte die Schenkung von Votivbildern und löste im Rahmen seiner Kirchenreform auch das Mariazeller Mutterkloster St. Lambrecht auf.
Nach seinem Tod besserte sich das Verhältnis wieder: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts förderten die Habsburger den Wiederaufbau der Basilika nach einem Großbrand im Jahr 1827. Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin "Sisi" nahmen 1857 an der Feier zum 750-Jahr-Jubiläum teil. 1910 "pilgerte" der Kaiser mit der drei Jahre zuvor eröffneten "Mariazeller Bahn" zur "Magna Mater". Otto und Regina Habsburg feierten ihre silberne und ihre goldene Hochzeit in der Basilika.












