Zwei Jahre nach Explosion: Sprengstoffwerk ausgebaut
Staatsanwaltschaft Leoben ermittelt noch immer Ursache der Explosion. Seit 2008 wurden laut Geschäftsführung insgesamt 6 Millionen Euro investiert.

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Zwei Jahre ist es her, seit im obersteirischen St. Lambrecht in der Sprengstofffabrik von Austin Powder eine verheerende Explosion zwei Arbeiter das Leben gekostet hat. Im April sollen laut Geschäftsführung die Bauarbeiten an einer neuen Werkshalle fertig sein. Der Mitarbeiterstand werde dadurch zwar nicht gleich anwachsen, aber der Standort sei damit gesichert. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft zur Ursachenklärung ist noch anhängig.
Es war der 11. März 2008 gegen 14.40 Uhr, als in der rund 1.600-Seelen-Gemeinde ein gewaltiger Knall zu hören war. Wie schon in den Jahren davor und zuletzt 2006 war es zu einer Explosion im Sprengstoffwerk gekommen - aber diesmal mit einer Sprengkraft, die zwei Arbeitern zum Verhängnis wurde. Von beiden vorerst vermissten Männern wurden nur noch winzige Reste gefunden, gerade genug, um DNA-Spuren zu sichern und damit die Identitäten zu klären. Über die Ursache kann auch zwei Jahre danach noch keine klare Aussage getroffen werden: Die Staatsanwaltschaft Leoben ermittelt noch immer.
Für die Bewohner der obersteirischen Gemeinde war das Unglück nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftlich eine Katastrophe. Zahlreiche Mitarbeiter der Fabrik verloren ihren Job, insgesamt wurde die Belegschaft der Austin Powder GmbH von 130 auf 80 zurückgefahren. Der Umsatz sank laut KSV von 2007 auf 2008 von über 19 auf unter 12 Mio. Euro. Der Standort war infrage gestellt.
Heute sind diese Befürchtungen weitgehend vom Tisch, insbesondere durch den Bau der neuen Emulsionssprengstoff-Produktionsstätte. Seit dem Unglück sind laut Geschäftsführer Wolfgang Schuster rund sechs Mio. Euro investiert worden. "Der Umbau der Zentrale sowie die neue Halle sind ein deutliches Zeichen," so Schuster am Freitag zur APA.









