Genuss mit Bergfex Hans im Schnee
Schneeschuhwandern will gelernt sein, Gemeinsam mit Naturbursche Hans Holler ging es gestern hoch hinaus auf die Grebenzen.

Foto © Sonja haider
Eine Schneeschuhwanderung soll es heute einmal sein. Kein Problem. Gemeinsam mit Bergfex Johann Holler, Stefan Fanninger und Erika Stöller wage ich dieses Abenteuer hoch über den Dächern von St. Lambrecht. Eingepackt in Schihose, Fleecepulli und Anorak, beschuht mit meinen Winterpatscherln denke ich: "So anstrengend wird das wohl nicht werden. Ich als alter ,Sportler'!" Den Anstieg beginnen wir ab der Dreiwiesenhütte in rund 1800 Meter Seehöhe. Schnell schlüpfen Stefan und Erika in ihre eigenen Schneeschuhe. Ich bekomme eine Ausrüstung von Hans Holler.
Übungssache. Ungewohnt sind sie schon, diese Schneeschuhe. Ich komme mir wie der Yeti oder der Mann aus den Bergen vor. Kratze über das Eis am Boden. Fast haut's mich auf den Allerwertesten. Los geht's. In tiefstes Winterweiß tauchen wir mit unseren Schneebrettern ein. Erika Stöller und Stefan Fanninger sind alte Profis, und Schneeschuh-Experte Hans Holler ist ohnehin nichts anderes gewohnt. Ich brauche da schon noch ein bisschen Übung. Aber nach wenigen Metern geht es schon flott dahin.Genussführung. "Bei mir ist das eine Genussführung. Wir schauen uns die Gegend an. Das musst genießen", rät mir Holler. Also genieße ich und schnuppere frische Bergluft. Meter um Meter werden die Schuhe schwerer. Irgendwie tun die Oberschenkel ein wenig weh. Aber das steckt man angesichts des traumhaften Winterpanoramas leicht weg. Azurblauer Himmel und eine Weitsicht bis zu den Karawanken entschädigen mich am Gipfel für die Anstrengungen.
Kilomterweit.Hans Holler verrät: "Es kommen oft Besucher und meinen sie könnten kilometerweit gehen. Das sind dann die ersten, die aufgeben. Einmal musste ich einen Mann sogar zurück tragen." Mich hoffentlich nicht. Nun geht es endlich bergab. Das ist jedoch schwieriger als der Anstieg, prompt haut's mich auf den Hintern. Ich stecke so tief im Schnee fest, dass Führer Hans mich retten muss.
Pitschnass. Der weitere Abstieg verläuft ohne Komplikationen und macht großen Spaß. Zwei Stunden sind flugs vorbei und meine Schuhe und Socken pitschnass. Am Ende der Schneeschuhwanderung freue ich mich auf ein gutes Essen. Es war ja so anstrengend.In der Dreiwiesenhütte kommen wir auf unsere Kosten. Und dazu gibt es von Wirt Franz Kerschbaumer ein Stamperl Schnaps.
Features
Fotoserie
Fakten
Wo? Im Naturpark Grebenzen mit Johann Holler.
Was? Schneeschuhwanderung übe jeden Laien ist eine Teilnahme möglich. Start ist beim Vivarium in Mariahof.
Dauer: Drei bis vier Stunden.
Kosten: 19 Euro inklusive Ausrüstung
Informationen gibt unter Tel. (0 35 84) 2005 oder www.naturpark-grebenzen.com.








