Deutsche Welle auf der Mur
Rund um Murau geht die deutsche Wildwassermeisterschaft in Szene.
KAJAK. Wildwasser-Kajak auf der Mur geht nicht? Geht doch! Und wie! Von heute bis Samstag geht die deutsche Wildwasser-Meisterschaft auf der Mur in Szene. Mehr als 300 Sportler stürzen sich in die Fluten. "Unser Fluss verlangt den Athleten alles ab. Die Mur hat offensichtlich ihre Eigenheiten, die perfekt auf den Kajaksport zugeschnitten sind", erklärt Melanie Koch, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Murau-Kreischberg.
Aber warum stattet die Kajak-Hochburg Deutschland der Steiermark einen Besuch ab, wo man doch selbst mehr als genug Wildgewässer hat? "Nachdem von Jung bis Alt alles mitfährt, hat man eine Strecke gesucht, die für alle passt", sagt Koch. Die Jüngsten sind 10, die Ältesten 70.
Das zweite Spektakel
Schon 2006 trug der deutsche Kanuverband Bewerbe auf der Mur aus. "Es war damals ein Spektakel und es wird auch diesmal eines", verspricht Koch, die sich auch selbst schon auf die Durchführung freut. "Ich empfehle wirklich jedem, sich das anzuschauen."
Um 10 Uhr geht es täglich los. Heute in Predlitz, morgen und übermorgen ab Ramingstein und Kendlbruck. Der Höhepunkt steigt am Samstag ab 20 Uhr direkt in Murau. In der Dämmerung steht der Nachtsprint auf dem Programm. "Da geht richtig die Post ab", meint Koch. "Die Zuschauer werden voll auf ihre Kosten kommen." Weiters werden die Sieger in der Mannschaft und in der Klassikwertung ermittelt.
Favorit ist in so gut wie allen Bewerben Normen Weber, der erst vorige Woche über den Gesamtweltcupsieg jubeln durfte. Bei den Damen gilt die WM-Dritte Sabine Füszer als Favoritin. MARTIN MANDL
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