Der Mann, der mit den Vögeln spricht
Martin Lick aus Freiberg im Bezirk Murau hat sich ein Vogelparadies im Wald erschaffen. Dort spricht er auch immer mit den Piepmätzen.

Foto © HaselmannDer Freiberger Martin Lick füttert die Piepmätze sogar aus dem Mund mit Samenkörnern
Martin Lick ist das, was man einen echten Vogelliebhaber nennt. Sein größtes Hobby ist es, Piepmätzen aller Art ein schönes Zuhause zu gestalten. Der 76-jährige Pensionist hat dazu eine eigene Hütte im Wald. Das Vogelparadies befindet sich in Freiberg (Gemeinde Ranten) im Bezirk Murau. "Ich kann mich erinnern, wie alles begonnen hat. Das war im Jahr 2005, als wir so einen kalten Winter hatten", sinniert Lick. Die Vögel - in erster Linie Meisen aller Art - hatten damals wenig zu fressen, deswegen hat Lick begonnen, die gefiederten Gesellen zu füttern.
Stundenlang
"Manchmal habe ich drei bis vier Stunden im Freien verbracht. Ganz egal, wie kalt es auch war. Ich wollte unbedingt, dass die Vögel zutraulich werden und mich akzeptieren", so Lick. Das ist dem passionierten Vogelliebhaber auch gelungen. Mittlerweile kommen die Tiere sogar, wenn er nach ihnen pfeift. Sie fressen ihm aus der Hand und sogar aus dem Mund. "Ich nehme zum Beispiel ein Futterkorn zwischen meine Lippen und die Vögel holen es sich dann", ist er stolz. Was aus einer Hilfsaktion entstanden ist, ist nun Martin Licks größtes Hobby. Die kleine Hütte steht mitten im Wald, nur wenige Fahrminuten trennen den ehemaligen Nebenerwerbsbauern von seiner liebsten Freizeitbeschäftigung. Auch seine Frau Aloisia ist mittlerweile den Tieren mit Haut und Haar verfallen. Seit dem Jahr 1990 besitzt Lick die Waldhütte. "Ich besuche die Vögel jeden Tag das ganze Jahr. Meistens bleibe ich ein bis zwei Stunden dort und füttere die Tiere und rede auch mit ihnen", sagt Lick.
Auch diesen Winter verbringt Lick bei frostigen Temperaturen - gestern waren es minus zehn Grad - viel Zeit bei seinen Lieblingen. "Es ist wichtig, dass ich sie oft besuche, denn sonst kann es passieren, dass ihr Vertrauen zu mir abnimmt. Und das will ich auf gar keinen Fall", erklärt Lick, der es mit seiner Tierliebe schon ins Fernsehen geschafft hat.
Touristen
Sogar Touristen aus Deutschland haben den Freiberger in seiner Hütte besucht. Der rüstige 76-jährige will noch lange die Meisen, Kleiber und anderen Vögel im Wald betreuen. "Solange es mir gesundheitlich gut geht, bin ich jeden Tag sicherlich im Wald", strahlt er.








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