Abgespeckter "Alpenpark"
Fläche für umstrittenes Hüttendorf auf der Turrach wurde umgewidmet. Der "Alpenpark" wird mit 445 Betten in verkleinerter Form realisiert.
Jetzt ist es fix: Der "Alpenpark" Turracher Höhe wird gebaut. Nachdem der Umweltsenat das geplante Hüttendorf mit 840 Betten abgewiesen hatte (die Kleine Zeitung berichtete), wurde jetzt das Projekt auf 445 Betten verkleinert. Für den neuen Plan gab das Land Steiermark grünes Licht: Die Fläche im Bereich Steinturrach in Richtung Schafalpe wurde umgewidmet.
"Jetzt folgen die Bauverhandlungen und Aufschließung", sagt Robert Feuchter, Bürgermeister von Predlitz-Turrach. Wenn dies alles positiv erledigt ist, könnte noch heuer mit dem Bau begonnen werden.
Unumstritten war das Projekt nicht. Vor allem Naturschützer waren dagegen, dass am Rande einer geschützten Moorlandschaft mitten in Europas größtem zusammenhängendem Zirbenwald gebaut wird.
Kalte Betten
"Wir waren daher bei der Planung sehr genau", sagt Feuchter. Zudem hatten Hoteliers die Befürchtung, dass sogenannte "kalte Betten" entstehen - also Privathäuser, die während der meisten Zeit leer stehen. "Das brauchen wir nicht. Aber wir begrüßen jedes gewerbliche Bett, weil das zur Belebung beiträgt", sagt Tourismusvereins-Obmann Rudi Strablegg.
Laut Feuchter habe ihm Investor Günther Arneth von der Almdorf Bauträger GmbH in Murau aber zugesichert, dass die Hütten lediglich an Private verkauft und dann gewerblich genutzt, sprich an Urlaubsgäste vermietet werden.
Zudem gab es die Befürchtung, dass das ganze Gelände abgesperrt würde und dann keine Wanderungen mehr stattfinden können. Auch dies sei, so Feuchter, weiterhin möglich, da es sich um eine öffentlich zugängliche Anlage handle.
Features
HINTERGRUND
Ursprünglicher Plan. 176 Hütten mit 840 Betten wollte Günther Arneth von der Almdorf Bauträger GmbH in Murau bauen. Das Großprojekt wurde abgewiesen, da eine Umweltverträglichkeitsprüfung negativ verlief.
Verkleinertes Projekt. Nun sollen 445 Betten entstehen, zahlreiche Pflanzen im Bau- gebiet in Richtung Schafalm müssen stehen bleiben.
Umwidmung. Das Land Steiermark hat die Umwidmung der Fläche nun genehmigt, jetzt folgen Bauverhandlungen.








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