Die Schibotschafter aus dem Murtal
Erich Moscher und Karl Haas lehren seit 30 Jahren österreichische Schitechnik in Japan. Sie waren auch schon im Kaiserhaus zu Gast.

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Ohayo gozaimasu! Heißt soviel wie guten Morgen, ist japanisch und gehört zu den Standardvokabeln, die Erich Moscher aus Hohentauern und Karl Haas aus Oberwölz verinnerlicht haben. Immerhin sind die Obersteirer seit drei Jahrzehnten Schibotschafter im fernöstlichen Kaiserreich.
Schitechnik. Die beiden haben das Schifahren in Japan populär gemacht. Mit dem in Graz ausgebildeten Japaner Yukihide Hoga gründeten sie die Austria Schi Academy, in der japanische Schilehrer die österreichische Schitechnik erlernen. 1978 war das Gründungsjahr der Akademie, seither flogen Moscher und Haas insgesamt 17 Mal ins Land der aufgehenden Sonne.
Kaiserhaus. Anlässlich des 30-Jahre-Jubiläums ließen die Japaner die beiden Schigranden vor kurzem hochleben. Es gab Botschaftsempfänge, auch der Bürgermeister der Zwei-Millionen-Stadt Sapporo empfing die Steirer. "Das war wunderbar, aber den Höhepunkt erlebten wir in den 80er-Jahren, als wir sogar im Kaiserhaus zu Gast waren", erinnert sich Moscher. Sie wurden damals mit dem Begründer der österreichischen Schischule, Stefan Kruckenhauser, vom Prinzen und dessen Frau empfangen. Karl Haas hat im Umgang mit Majestäten noch mehr Erfahrung, er zeigte einst auch Prinz Charles, wie man auf den berühmten zwei Brettern glänzt.
Schifahren in der Türkei. Moscher (66) und Haas (67) sind beide Gründungsmitglieder des steirischen Schilehrerverbandes und geben ihre Erfahrung nicht nur in Japan weiter. In der Türkei haben sie vor einigen Jahren ein gigantisches Schigebiet entwickelt, das nun in Bau ist. Kosten: 550 Millionen Euro.








