Kleinste Stadt der Steiermark soll drei Tage zusperren
200 Bewohner des Ortskerns und bis zu 40 Gewerbetreibende sollen nun entscheiden, ob Oberwölz im Rahmen einer Kunstaktion drei Tage lang abgeriegelt werden soll. Sollte die Abstimmung positiv ausgehen, wird Oberwölz von 22. bis 25. Juni 2012 gesperrt.
Quelle © zuzu.jpg | Foto: KLZ Digital/Haider Stadt sperrt zu
"Wenn alles glatt läuft, sperren wir die Stadt zu", schmunzelt Günther Bischof, Bürgermeister von Oberwölz. Dass die kleinste Stadt der Steiermark einfach dichtmacht und alle Einfahrten blockiert werden, hat einen guten Grund. "Es handelt sich um ein Kunstprojekt im Rahmen der regionale12, die im nächsten Jahr im Bezirk Murau stattfindet", erklärt Bischof. "Oberwölz macht zu" lautet dabei der Slogan.
Stadtfest
Die Stadt zu sperren, würde im Zuge der Eröffnungsfeierlichkeiten und des Oberwölzer Stadtfestes am 22. Juni 2012 passieren. Bis 21 Uhr hätten Besucher Zutritt, danach würde die Stadt abgeriegelt. "Alle Menschen, die sich ab diesem Zeitpunkt im Stadtkern befinden, müssen drei Tage hierbleiben und sich ein Zimmer nehmen oder im Schlafsack übernachten", lacht Bischof, der die Aktion toll findet. Doch dieser Meinung sind nicht alle Bewohner. Deswegen wird diese Woche bis einschließlich 23. Oktober abgestimmt. 200 Bewohner des Ortskerns und bis zu 40 Gewerbetreibende sollen entscheiden, ob Oberwölz gesperrt werden soll. Dass genau Oberwölz für diese Aktion ausgewählt wurde, hat mit dem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern zu tun. Zusätzlich gibt es drei historische Tore, die man durch diese Aktion in den Mittelpunkt rücken will. Sollte die Abstimmung positiv ausgehen, wird Oberwölz von 22. bis 25. Juni 2012 gesperrt. Dann kann niemand hinaus und hinein. Eine Ausnahme würde es nur für Kirchengeher von außerhalb geben. Besonders engagiert ist Vizebürgermeister Andrea Spiegl: "Ich werde dann mit einem Schlafsack im Büro kampieren", lacht sie.









