Noch immer Aufräumen nach Unwetter im Bezirk Murau
Nach dem schweren Unwetter mit Hagel und Hochwasser im Raum Oberwölz im Bezirk Murau sind nun fünf Tage nach der Katastrophe immer noch Hunderte Helfer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Foto © APADie Aufräumarbeiten dauern noch an
Die Feuerwehrleute aus dem Bezirk Murau wurden am Montag vom Bezirksfeuerwehrverband Bruck/Mur mit 135 Mann und 26 Fahrzeugen aus 19 Feuerwehren unterstützt. Am Dienstag schickte der Bezirksfeuerwehrverband Deutschlandsberg 148 Helfer und 28 Fahrzeuge in das Katastrophengebiet. Gemeinsam werde man sich vor allem um die Instandsetzung der Infrastruktur wie etwa den Kanal kümmern, so Sprecher Thomas Meier. Auch das Bundesheer ist zur Unterstützung an Ort und Stelle, hieß es am Dienstag seitens des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark.
1.500 Feuerwehrleute aus der Steiermark
Seitens des Bundesheeres waren am Dienstag rund 135 Soldaten im Einsatz, so Pressesprecher Oberst Christian Fiedler: 105 seien Pioniere aus Villach, die restlichen 30 kommen vom Pionierzug des Militärkommandos Steiermark. Sie sollen bis spätestens Mittwochvormittag die sogenannte Pionierbrücke 2000 in Oberwölz Umgebung errichten. Parallel dazu entsteht auch eine Behelfsbrücke, die bis zur Errichtung einer dauerhaften Überführung bleiben kann. Zusätzlich werden die Soldaten auch drei weitere Brückenbaustellen vorbereiten sowie Treibgut aus dem Wölzbach entfernen, erklärte Fiedler. Er rechne damit, dass das Bundesheer noch zwei Wochen im Bezirk Murau im Einsatz sein wird.
Hilfe für Betriebe von Wirtschaftskammern
Nach den schweren Unwettern haben nun die Wirtschaftskammer Österreich und Steiermark sowie die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) den betroffenen Unternehmen Hilfe zugesichert.
Zahlreiche Betriebe wurden von Schlamm und Wasser schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nun soll es für die Betroffenen bis zu 10.000 Euro Soforthilfe geben, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.
Der Schaden rund um Oberwölz erstreckt sich über ein Gebiet von rund 40 Quadratkilometer. Nach wie vor bedecken Unmengen Schlamm Straßen, Wiesen und Gehwege. Die Aufräumarbeiten werden nach Schätzungen der Feuerwehr zumindest noch zwei bis drei Wochen dauern, bis wieder "einigermaßen Normalbetrieb" herrschen wird. Eine Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden; sie dürfte sich aber nach ersten Schätzungen in Millionenhöhe bewegen. Bisher standen laut Feuerwehr-Sprecher Thomas Meier mehr als 1.500 Feuerwehrleute aus der Steiermark in mehr als 20.000 freiwilligen Stunden im "Wölzertal" im Einsatz.











