Volksgruppen: Schlechte Noten
Mit internationaler Beteiligung läuft das Minderheitenseminar in Neumarkt.

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Der vor Kurzem mit der Europamedaille ausgezeichnete Geschäftsführer des Europahauses, Max Wratschgo, konnte Teilnehmer aus Ungarn, Italien, Rumänien, der Slowakei und erstmals auch aus Bosnien-Herzegowina begrüßen. Bereits die ersten Vorträge brachten schlechte Noten für die Volksgruppenpolitik in Österreich, nachdem man mit der Lösung der Ortstafelfrage Furore gemacht hatte.
Der Minderheitenexperte Heinz Tichy stellte fest, dass jede Rechtsform adäquat zum Inhalt zustande kommen müsse. Bei der Novelle zum Volksgruppengesetz sei dies nicht der Fall. Die Volksgruppen liefen Gefahr, zum bloßen Verein herabgestuft zu werden. Nach Tichys Ansicht würde der bisherige Rechtsschutz, der 30 Jahre bestand, ausreichen. Bei den Minderheiten stößt die Novelle auf totale Ablehnung. Zentrale Fragen der Volksgruppen würden auch nicht ansatzweise zu lösen versucht, erklärte Feliks J. Bister vom Volksgruppeninstitut. Tichy: "Daher zurück zum Start."
Rüdiger Malli von der Uni Graz erklärte, dass der Islam für Europa kein neues, sondern altes Problem sei. Er habe sich mit großer Rasanz ausgebreitet, wobei dieser in Bosnien durch die österreichische Tradition, weniger durch die arabische geprägt sei. Weltweit betrage die Zahl der Moslems 850 Millionen. Aktuell seien die Moslembrüder, nicht die moderne Jugend Sieger. Die Folge ist die Absetzbewegung nach Europa.








