Gedanken über Mutter Erde
Der erste europäische Kinder-Baumdom wurde am 20. Mai in Neumarkt eröffnet.
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Einen gibt es bereits in China, zwei stehen in Tansania, nun wurde der erste europäische gepflanzt: Die Rede ist von einem Kinder-Baumdom, der gestern in Neumarkt von rund 200 jungen Menschen aus den Schulen des Naturparks Zirbitzkogel-Grebenzen feierlich eröffnet wurde.
Mit dem Begriff Baumdom können wohl nur die wenigsten etwas anfangen. Es handelt sich um ein weltweites Projekt, das die Hoffnungen und Sorgen über unseren Planeten aus der Sicht Nicht-Erwachsener in den Mittelpunkt stellt. Dazu werden Kreise aus Bäumen gepflanzt, die als eine Art Freiluftgalerie dienen: Die Kinder und Jugendlichen stellen dort Bilder aus, wie sie die Zukunft unseres Planeten sehen. So geschehen auch am Gelände der Naturparkschule Neumarkt. "Die Kinder haben sich sehr viele Gedanken gemacht", weiß Johannes Matthiessen, der gemeinsam mit Günther Karner das Projekt initiiert hat. Ein Mädchen stellt sich etwa vor, dass die Erde wie ein Haus sein wird, alle Menschen eine Familie sind. Für Schulleiter Roman Scheuerer ist das Projekt eine "tolle Angelegenheit".
Geplant ist auch eine Ausstellung mit den Kinderbildern, die weltweit besichtigt werden kann. Die Baumdom-Aktion soll zudem als lebendiger Austausch zwischen den Kindern in armen und reichen Ländern dienen. Via Liveschaltung zum weltweit ersten Kinder-Baumdom im chinesischen Chengdu stand bei der gestrigen Eröffnung etwa ein Gedankenaustausch inklusive musikalischer Untermalung am Programm.
Die nächsten Baumdom-Projekte sollen heuer folgen, etwa in den USA und in Ägypten.










