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    Zuletzt aktualisiert: 01.03.2009 um 05:00 UhrKommentare

    Verkehrsader über Jahrtausende

    Der geplante Ausbau der S 37 rückt die "St. Veiter Schnellstraße" in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Eine Hauptader des Verkehrs war der Straßenzug schon immer.

    Vor 2000 Jahren hätte ein in Vindobona (Wien) tätiger römischer Kaufmann seinen Weg ins heimatliche Rom über die B 317 (in Kärnten S 37) genommen. Neun Tage hätte sein Ritt gedauert, neun Stunden dauert die Reise heute. Die B 317 und S 37 waren und sind die kürzeste Verbindung zwischen Wien und Venedig. "Sie können davon ausgehen, dass die befestigte römische Straße auf der Trasse der alten Bundesstraße verlief", sagt der Grazer Universitätsprofessor Harald Eicher vom Institut für Geographie und Raumforschung. 1935 wurde in Friesach nahe Grafendorf 150 Meter dieser bis zu fünf Meter breiten und gepflasterten Straße freigelegt. Eicher ist überzeugt, dass dieser Straßenzug immer im Talbereich geführt wurde. "Sümpfe und Unwegbarkeiten wurden kleinräumig umgangen."

    Einkommen gesichert. Die Menschen haben gelernt von und mit der Straße zu leben. Denn an dieser Verkehrsader kamen die Städte Villach, Feldkirchen, St. Veit, Klagenfurt, Althofen und Friesach, auch Neumarkt und Judenburg zu Wohlstand, einige blieben bis heute Verkehrsknotenpunkte. Damals wie heute brachte Verkehr Einkommen, Wirtschaft, Leben. Mit der Mobilität kamen die Probleme. Als das Schritttempo als Reisegeschwindigkeit von Fahrrad, Bahn, Motorrad und Auto abgelöst wurde, begannen Interessen aufeinander zu prallen. Vom Althofener Erfinder und Industriellen Carl Auer von Welsbach ist überliefert, dass er Wegmacher mit Geldprämien auszeichnete, die ihr Straßenstück schlaglochfrei hielten. Denn zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war die einstige Römerstraße ein Schotterband. Zeitungsartikel belegen, wie schwer sich Menschen an die Technik gewöhnten. "Eine Magd hat eine Ziege an einen, die damalige Landstraße sichernden, Bahnschranken festgebunden. Nach einem Gespräch mit dem Bahnwärter fand die Frau ihre Ziege tot wieder. Stranguliert am mittlerweile geöffneten Schranken", berichtet der "St. Veiter Anzeiger" 1905. Bauern trieben Hühner gezielt vor Autos und Motorräder. Für überfahrenes Federvieh kassierten sie Entschädigungen in barer Münze.

    Balance finden. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die S 37 immer wieder begradigt, erweitert, ausgebaut. Mehr Breite und weniger Kurven bringen mehr Verkehr. Bürgerinitiativen fürchten mit dem Ausbau von S 37 und B 317 zur Vollautobahn eine Transitlawine und Umweltbelastungen. Allerdings zeigt die jüngere Geschichte der S37 auch, dass mit den Umfahrungen von Friesach und St. Veit die Stadtzentren wirtschaftliche Probleme bekamen. Industrie und Gewerbe siedelten an die Peripherie, nahe an die S 37. Wirtschaft und Arbeitsplätze hängen an der S 37. Die Balance zwischen Nutzen und dem Verhindern einer Transitlawine gilt es zu finden.

    PHILIPP NOVAK

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