Frau lag vier Tage hilflos in Küche
Nachbarin schlug Alarm und rettete der 69-jährigen Pensionistin so das Leben. Weitere Nacht hätte die Steirerin mit Sicherheit nicht überlebt.
Theresia Einwallner spricht von einer "Selbstverständlichkeit". Dabei hat die 50-Jährige ihrer Nachbarin das Leben gerettet. Vermutlich seit Dienstag vergangener Woche lag die 69-jährige Genoveva J. nach einem Sturz in der Küche ihrer Wohnung in Neumarkt. Rücklings und völlig hilflos, ohne Wasser, ohne Essen. Als Theresia Einwallner Samstagfrüh die Polizei verständigte, war das Rettung in letzter Minute. "Eine weitere Nacht hätte die Pensionistin mit Sicherheit nicht überlebt", glaubt Wolfgang Auer, praktischer Arzt aus Neumarkt. Er hatte die massiv dehydrierte Steirerin erstversorgt.
"Ungutes Gefühl".
Schon seit Dienstag stapelte sich vor der Wohnungstür von Genoveva J. die Post, nie brannte Licht und auch das Läuten an der Wohnungstür blieb unbeantwortet. "Mein Mann und ich hatten mit der Zeit einfach ein ungutes Gefühl", erinnert sich Theresia Einwallner, sie wohnt im selben Mehrparteienwohnhaus wie die Pensionistin. Am Samstag gegen sieben Uhr früh wurde schließlich die Polizei verständigt.
Stark dehydriert und wundgelegen.
"Mit Hilfe der Feuerwehr haben wir über eine Leiter in die Wohnung geschaut und da sahen wir die Frau auch schon am Küchenboden liegen", erzählt Bezirksinspektor David Fuchs von der Polizei Neumarkt. Sofort wurde die Wohnungstür aufgebrochen, zum Glück war J. noch bei Bewusstsein und ansprechbar. "Wenn man bedenkt, dass die Frau vermutlich vier Tage in der Wohnung gelegen ist, ist es eigentlich eine Sensation, in welch relativ gutem Allgemeinzustand sie war", berichtet der Arzt Wolfgang Auer. Die 69-Jährige war stark dehydriert und wundgelegen - eine weitere Nacht hätte die Frau nicht überlebt. Nach der Erstversorgung wurde J. ins Krankenhaus nach Friesach gebracht, gestern ging es ihr den Umständen entsprechend gut.
"Darüber bin ich wahnsinnig erleichtert", freut sich Theresia Einwallner.








