Eine Bank, die Energie spart
Im Vorjahr wurde die erste Passivhausbank Österreichs, die neue Raiffeisenbank in Murau, eröffnet. Nun gab es für das Energiekonzept einen Preis beim "Energy Globe Styria Award".
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Mit seiner auffälligen Architektur und den kräftigen Farben sticht es sofort ins Auge, das im Vorjahr fertiggestellte neue Gebäude der Raiffeisenbank Murau. "In der Anna- Neumann-Straße ist es zu eng geworden", erzählt Vorstandsdirektor Alfred Koch. Deswegen entschloss man sich zu einem Neubau, bei dem nicht nur auf die Baukosten Augenmerk gelegt wurde, sondern vor allem auf die Folgekosten. Energieeffizienz und Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen spielten also eine große Rolle - somit wurde die erste Passivhausbank Österreichs hochgezogen. "Alle reden von Umweltschutz, wir tun etwas dafür", so Koch.
Auszeichnung
Umgesetzt wurde das Energiekonzept vom in Fohnsdorf ansässigen Technischen Büro Hammer (TBH), das dafür nun den "Energy Globe Styria" in der Kategorie Erde verliehen bekam. Ausgezeichnet werden Jahr für Jahr innovative Projekte, Technologien und Produkte in verschiedenen Kategorien. Eigentümer Bernhard Hammer ist stolz auf die Auszeichnung und streut den Raiffeisenbank-Bossen Rosen: "Es gehört verdammt viel Mut dazu, einen solchen Neubau in einer relativ schwierigen Zeit hinzustellen."
Kosten
Allein in die Gebäudetechnik wurden 560.000 Euro investiert, die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 5,5 Millionen Euro. Dafür erspart sich die Bank Monat für Monat einiges an Betriebskosten: rund 100.000 Euro sind es auf zehn Jahre hochgerechnet. "Die Einsparung bei Kohlenstoffdioxid liegt bei rund 2500 Kilogramm jährlich", so der geschäftsführende Gesellschafter bei TBH, Robert Pichler.
Auf die Gesundheit der Mitarbeiter wurde ebenfalls geachtet, indem Strahlenmessungen durchgeführt wurden. "Das Gebäude steht also nicht zufällig so schräg da", so Koch.
Die Raiffeisenbank Murau besteht übrigens seit mehr als 110 Jahren. Insgesamt gibt es acht Geschäftsstellen mit 43 Mitarbeitern im Bezirk.
Features
FAKTEN
Der Energy Globe Styria Award gilt als regionale Stufe des internationalen Energy Globe Awards. Das Netzwerk Öko-Energie Steiermark lud in diesem Monat zur Preisverleihung in der Alten Universität Graz. Es gibt mehrere Kategorien, das Technische Büro Hammer (TBH) überzeugte mit seiner Passivhausstrategie in der Kategorie Erde. TBH war für die Planung der Gebäude- und Energietechnik, die Förderabwicklung und die Fachbauaufsicht verantwortlich. Das Büro hat laut Jury Pionierarbeit geleistet. Mehr Informationen zum Preis gibt es unter www.energyglobe.com.










