Mariahof: Jagd auf den bissigen Fisch
Am Ufer des Furtnerteiches sind Schilder angebracht: "Baden auf eigene Gefahr. Mögliche Beeinträchtigung durch Fische." Unter den Fischern ist ein regelrechter Wettkampf entbrannt, den "weißen Wels" zu fangen.

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Es naht zwar schon das Ende der Badezeit, aber sicher ist sicher. Am Ufer des Furtnerteiches im obersteirischen Mariahof sind inzwischen Schilder mit der Aufschrift angebracht: "Baden auf eigene Gefahr. Mögliche Beeinträchtigung durch Fische." Die Bezirkshauptmannschaft Murau hat das verordnet, nachdem eine Frau von einem Wels ins Bein gebissen wurde (wir berichteten). "So etwas wird wohl in den nächsten fünfzig Jahren nicht mehr passieren", sagt Gerhard Hörmann von der Fischereigemeinschaft Furtnerteich.
Der Betroffenen, die eine tellergroße Verletzung am Oberschenkel erlitten hat, geht es wieder gut; die Gemeinde spendierte ihr einen Gutschein als kleine Wiedergutmachung.
Badebetrieb läuft normal weiter
Die Badegäste lassen sich vom "weißen Wels", wie ihn ein Nutzer von Kleine Zeitung Online scherzhaft nennt, jedenfalls nicht abschrecken, der Badebetrieb läuft normal weiter. Kein ruhiges Leben hatten in den vergangenen Tagen hingegen die Welse im Furtnerteich. Verstärkt gingen Fischer mit Angeln und Echoloten ans Werk, und das nicht nur, weil das Ende der Fangzeit nahe ist. "Jeder will behaupten können, den Übeltäter gefangen zu haben", schmunzelt ein Einheimischer.
Tatsächlich gab es diese Woche ein Petri Heil: ein Wels mit 1,20 Meter Länge und zwölf Kilogramm - bei dieser Raubfischart ein eher kleines Exemplar. Vor zwei Jahren holte Hörmann selbst ein Rekordexemplar mit 1,73 Meter Länge und 32 Kilogramm Gewicht aus dem Teich.








