Am besten vor der Panik
Kinderschutzzentrum Oberes Murtal wurde auch 2009 wieder stärker in Anspruch genommen. Hinter der Statistik stecken geschundene Seelen.
60 Fälle im Jahr 1998, im Vorjahr waren es 395. Die Anzahl der Beratungs- und Therapiegespräche schnellte in diesem Zeitraum von 307 auf 2974. Hinter den nackten Zahlen, der trockenen Statistik stecken Tränen, Leid und Kummer, Gewalt und geschundene Seelen: Das Kinderschutzzentrum Oberes Murtal wird alljährlich stärker in Anspruch genommen. "Ja, wir sind auch im Vorjahr noch öfter kontaktiert worden", bestätigt Leiterin Ilma Moser anlässlich des vorliegenden Jahresberichtes 2009. Ein zweischneidiger Erfolg: einerseits traurig ob der bösen Zustände innerhalb von Familien, andererseits positiv, weil offenbar immer mehr Betroffene bereit sind, hochqualitative Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Diese ist kostenlos, anonym und gliedert sich in eine Vielfalt an Angeboten - von der persönlichen Beratung über Psychotherapie, psychosoziale Prozessbegleitung und Begleitung in Scheidung- und Trennungssituationen bis hin zu Helferkonferenzen und Präventionsaktivität. Die Arbeit des neunköpfigen Damenteams basiert auf einem Verständnis, das Gewalt gegen Kinder in einem Kontext psychischer, sozialer, ökonomischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge zu verstehen sucht. Eines ist Ilma Moser ein besonderes Anliegen: "Die Erwachsenen sollen Kinder und Jugendliche immer wieder darauf hinweisen, dass es uns gibt und dass sie uns schon bei kleinen Problemen kontaktieren - bevor die Panik ausbricht!"
Das Kinderschutzzentrum finanziert sich über Subventionen, Sponsoren, Spenden.
Features
WENN IHR HILFE BRAUCHT
Kinderschutzzentrum Oberes Murtal Knittelfeld, Gaalerstraße 2, Mo bis Fr 9 bis 13 Uhr, Di von 9 bis 17 Uhr, Tel. (03512) 75 7 41. Zuständig für die Bezirke Knittelfeld, Judenburg, Murau, Leoben und Bruck, Zweigstellen in Bruck und Murau.
www.kinderschutzzentrum.net
Spendenkonto: Raiba Knittelfeld, Kontonummer. 1-00.042.507









