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Zuletzt aktualisiert: 20.04.2010 um 23:32 UhrKommentare

Starkes Trio im Finale zur regionale12

Murau, Deutschlandsberg und die Südsteiermark setzten sich gegen 15 Mitbewerber durch und haben nun die Chance, 2012 die regionale auszurichten.

Foto © Privat

Das Horoskop der Kleinen Zeitung hat recht behalten", lachte am Dienstag Wolfgang Temmel. Sie sind dazu fähig, die Konkurrenz aus dem Feld zu schlagen, wurde dem Widder da verheißen. Und tatsächlich: Sein regionale-Konzept für Deutschlandsberg zog bei der Jury ebenso wie die Präsentationen aus Murau und der Südsteiermark.

Das vorerst erfolgreiche Trio ließ 15 Mitbewerber hinter sich. Wobei das "Aus dem Feld schlagen" nur relativ ist, wie auch Peter Pakesch es sieht: "Insgesamt gab es sehr interessante Projekte, das Niveau war hoch, und wir hätten durchaus noch mehr Finalisten finden können", bestätigte der Juryvorsitzende nach zwei Sichtungssitzungen, nach denen die positiven Entscheidungen jeweils einstimmig gefällt wurden.

Dass der Rest, der mit seinen Einreichungen nicht zum Zug kam, frustriert sein könnte, glaubt Pakesch nicht: "Solche Projekte sind ja keine verlorene Mühe und motivierend, auch wenn man nicht zu den Siegern gehört. Zudem können sie ja weiterentwickelt und eventuell als einzelne Kulturideen verwirklicht werden." Der Joanneum-Intendant verweist dabei auf die Reaktion des Bezirks Liezen, dessen Kulturarbeiter bereits vor der Zuerkennung der regionale10 konstatiert hatten: "Allein die Vorarbeit für das Projekt hat unheimlich viel gebracht."

Gleich drei Teams hatten bei der Rekordbewerbung die slowenische Nachbarschaft mit auf ihre Pläne gesetzt: Deutschlandsberg/Südweststeiermark baut konkret auf die Stärken des Grenzlandes und will auch Slovenj Gradec mit einbeziehen. Murau denkt das prädestinierte Thema Holz mit der Bionik in die Zukunft weiter. Und Leibnitz/Südsteiermark sieht im Tanz ein kulturelles Thema, das die Jugend ebenso einbinden kann wie das scheinbare Gegensatzpaar Tradition und Moderne.

Die drei Finalisten gehen nun daran, bis zum Herbst Detailpapiere vorzulegen. Dabei werden sie vom Land mit je 10.000 Euro gestützt. Dann entscheiden Pakesch und seine fünfköpfige Jury (Amelie Deuflhard, Horst-Gerhard Haberl, Robert Höldrich, Klaus Lang und Eva-Maria Stadler) über die endgültige Vergabe der regionale für das Jahr 2012.

MICHAEL TSCHIDA

Regionale

Die regionale gilt als Nachfolgerin der Landesausstellungen.

2008 fand das erste steirische Kulturfestival unter dem Motto "Diwan" im Großraum Feldbach statt.

2010 richtet der Bezirk Liezen unter dem Intendanten Dietmar Seiler die regionale aus. Motto: "In der Mitte am Rand". 2. Juni bis 14. August.

Information: Tel. 0676 848 119 119.

www.regionale10.at

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