Wüstensand und Motoröl
Wüste Rallye: Für den guten Zweck nehmen Kathrin Sandtner und Jakob Friess an der Allgäu-Orient Rallye teil. Dabei düsen die beiden Murtaler mit einem alten Fiat Punto durch die Wüste. Ziel ist Jordanien.
Ein altes Auto, handwerkliches Geschick und natürlich eine große Portion Unternehmungslust braucht man, wenn man an der Allgäu-Orient Rallye teilnehmen will. Alle drei Dinge vereinen die beiden gebürtigen Murtaler Kathrin Sandtner und Jakob Friess. Deswegen werden die Fohnsdorferin und der Murauer ab 30. April von Bayern nach Amman düsen, und das mit einem alten Fiat Punto. "Diese Rallye ist einem guten Zweck gewidmet. Alle Autos, die dabei mitmachen und es auch ins Ziel schaffen, werden in Jordanien versteigert", erklärt Jakob Friess,
Der Hobby-Mechaniker hat vor einem halben Jahr mit seiner Lebensgefährtin Kathrin Sandtner einen Fiat Punto Baujahr 1994 gekauft. Der Entschluss an der Rallye teilzunehmen fiel aber bereits im Juni 2009.
Mongol-Rallye
"Ich bin ja schon vor einigen Jahren bei der Mongol-Rallye mitgefahren, und jetzt will ich einen neuen Versuch mit meiner Freundin starten", strahlt Friess, der "im wirklichen Leben" als Bauingenieur tätig ist. Kathrin Sandtner steht kurz vor ihrem Studienabschluss im Fach Jus.
Insgesamt haben die beiden Rallye-Teilnehmer 2000 Euro in den alten Punto gesteckt. "Ich bin aber auch ein leidenschaftlicher Bastler, und mit etwas Mühe haben wir das Auto zum Laufen gebracht", sagt Jakob Friess. Obwohl es einige Rückschläge gab. "Erst vor ein paar Tagen ist uns der Motor eingegangen", seufzt Friess.
Zwölf Tage dauert die Allgäu-Orient Rallye, gestartet wird im bayrischen Oberstaufen. "Das ist ganz in der Nähe von Bad Tölz. In den ersten drei Tagen müssen wir es bis nach Istanbul schaffen. Danach fahren wir im Konvoi", erklärt Kathrin Sandtner.
Die beiden Wahlgrazer fahren gemeinsam mit zwei anderen Fiat Puntos in einem Team. "Wir nennen uns dabei Tornado-Rallye-Team", schildert Kathrin Sandtner. Gemeinsam mit ihren Wiener Teamkollegen will es das Paar unbedingt bis ins Ziel schaffen. "Ein Teil der Strecke geht auch durch die Wüste. Schwierig wird es vor allem, weil es gewisse Vorschriften bei der Fahrt gibt", berichtet Friess. So ist die Verwendung eines Navigationssystems strengstens untersagt. Und: "Eine Übernachtung darf pro Person pro Nacht nicht mehr als zehn Euro kosten", meint der Bauingenieur. Deswegen haben die beiden Abenteurer auch ein Zelt miteingepackt. "Man weiß ja nie, was so passiert", schmunzelt Friess.
Sponsoren
Für das Rallye-Abenteuer haben die beiden noch einen Wunsch: "Es wäre schön, wenn wir noch ein paar Sponsoren hätten, die sich dann mit ihrem Logo auf dem Punto verewigen können", so Jakob Friess. Dann wäre die große Ausfahrt noch schöner. Wer sich dazu informieren will, kann das im Internet auf www.tornadorallyeteam.at oder unter Tel. 0664-5758923 tun.
Features
ALLGÄU-ORIENT RALLYE
Was: Die Allgäu-Orient Rallye führt von Oberstaufen (Bayern) bis nach Amman (Jordanien). Zwischenstationen befinden sich in Istanbul und Damaskus.
Wann: Los geht es am 30. April in Oberstaufen. Die Rallye dauert zwölf Tage.
Zweck: Alle Autos werden am Ziel versteigert. Der Erlös kommt Bedürftigen zugute.








