Hunderte Betten sollen Eisenerzer Zukunft sichern
Nach einem Jahr Hoffen und Bangen wird nun ein Vorvertrag für die Errichtung einer großen Feriensiedlung in Eisenerz unterschrieben.

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Eine Investitionssumme von 20 bis 30 Millionen Euro, 1000 Betten für Gäste in der Eisenerzer Siedlung Münichtal und ein immens wichtiger Impuls für den Tourismus. Im vergangenen Jahr haben diese Nachrichten für Euphorie, aber auch für Skepsis gesorgt. Nicht nur in Eisenerz, wo das touristische Großprojekt entstehen soll, auch über die Grenze der von Abwanderung und Bevölkerungsrückgang gezeichneten Heimatstadt des Erzbergs hinaus. Es sollte eine der Säulen der Stadtumgestaltung "re-design - Eisenerz 2021" sein.
Euphorisch waren die Menschen, weil sie sich einfach an einen Strohhalm klammern wollten, der ihnen doch noch eine Zukunft in ihrer Heimat beschert. Eine lebenswerte, weil die Schließung einiger Unternehmen und die Überalterung ohnehin die Pessimisten auf den Plan riefen. Zudem war der Investor, der deutsche Unternehmer Günther Arneth von der Almland Bauträger GmbH in Murau, jemand, der in der Branche einen seriösen Namen hat. Und doch war auch große Skepsis angesagt. Zu oft hat es bereits Projekte gegeben, die trotz Einsatzes nicht umgesetzt wurden.
Vorvertrag
Nun scheint Eisenerz aber das große Los gezogen zu haben. Kommende Woche wird ein Vorvertrag zwischen Investor Günther Arneth und der Wag-Wohnungsanlagen GmbH unterzeichnet. Der Wag gehören im Münichtal unter anderem jene 200 Wohnungen, die den Kernbereich der neuen Feriensiedlung bilden sollen. Dort wurden schon Mieter dazu bewogen, in andere Eisenerzer Ortsteile zu ziehen. "Sehr behutsam und mit jeglicher Unterstützung", wie betont wird.
Mit Eurotours soll ein Vermarktungspartner einsteigen, der vor allem im 3-Sterne-Bereich große Chancen sieht. Doch es sind noch große Anstrengungen erforderlich, um das touristische Angebot am Präbichl oder der Erzbergbahn zu erhöhen. Die Landesregierung hat durch Umwidmungs- und Umweltverträglichkeitsfeststellungsverfahren "grünes Licht" für das Projekt gegeben. "Wir dürfen die Hände nicht in den Schoß legen", betont Bürgermeisterin Christine Holzweber und erklärt weiter: "Ich bin jetzt nicht euphorisch, aber glücklich und zufrieden, dass es eine Entscheidung gibt."








